Jennifer Kiernans sinnliche Farbwelten
Bild: Poetter
Aus raumgreifenden floralen Motive auf Holz und Papier entwickelt Jennifer Kiernan ihre Farbwelten.
Bild: Poetter

 In einen Irrgarten, eine fröhliche Heiterkeit ausstrahlende Fantasiewelt, durch die der Betrachter staunend lustwandeln darf. Am Sonntag, 8. Mai,  wird die Ausstellung um 11.30 Uhr in der Galerie am Herzebrocker Kirchplatz, Ausstellungsforum des Freundeskreises zur Förderung der schönen Künste, von Sissi Füristin zu Benthein-Tecklenburg eröffnet.

Mit figurativer Malerei begonnen, entwickelte die in London geborene und heute bei Köln und in San Francisco lebende Amerikanerin Jennifer Kiernan im Lauf der Jahre ihre ganz eigene künstlerische Sprache und Handschrift. Mit ihren Holzobjekten, Papiercollagen und auf alte Stoffe gemalten Bildern entführt sie in einen sinnlich-poetischen Kosmos, der reich ist an traditionellen, aber auch eigenen Symbolen und möglichen Interpretationen. Während die Palme für

Vernissage: Sonntag, 8. Mai, 11.30 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin.

Öffnungszeiten: vom 8. bis 29. Mai, täglich von 15 bis 18 Uhr

Überleben und der Kaktus für Genügsamkeit stehen, symbolisieren die Schlange das Leben und der kleine Vogel Freiheit. Auch der Hase hat eine besondere Bedeutung: Er steht für Freude, Glück und Heiterkeit.

Kiernans Werke spiegeln, wie sie selbst sagt, ein „Universum verschiedener Energien, Formen und Kulturen wider“. „Was sie aber vor allem spiegeln“, so Doris Krampf, die den wunderbaren Ausstellungskatalog konzipiert hat, „ist Vitalität, Lebensfreude und Optimismus“.Die amerikanische Künstlerin „zeichne“ ihre Holzobjekte mit der Stichsäge, heißt es dort. Intuitiv, völlig aus der Hand. Erst dann wird die Malerei mit ihren Symbolen, Elementen, Spiralen und Punkten, „wie eine zweite Haut“, auf die Objekte aufgetragen.

Ein Prozess, den Jennifer Kiernan als immer neues Abenteuer und permanenten Lernprozess bezeichnet. „Die Stücke wachsen. Die eine Form bezieht sich auf die nächste. Farbe erhebt sich gegen Formen, Umrisse bewegen sich gegen Umrisse: ein endloser Balanceakt“. Während die Malerin bei ihren Acrylarbeiten gemusterte alte Stoffe, die Erinnerung an Vergangenes wecken, in gewohnt far-benfroher Manier übermalt, gestaltet und ihnen so eine neue Identität verleiht, werden bei ihren Papierarbeiten nach dem Prinzip der Collage ausgerissene und ausgeschnittene bemalte Teile zu einem neuen Ganzen komponiert. Ein „innerer Garten“, der in einem spannenden künstlerischen Prozess, Persönliches in Öffentliches verwandelt.

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