Jessica Hinkerohe schießt den Vogel ab
Bild: Reinhardt
So strahlt die Siegerin: Jungschützenkönigin Jessica Hinkerohe auf den Schultern von Norbert Dreisilker (links) und ihrem Vater Bernhard.
Bild: Reinhardt

 Es war schon 18.25 Uhr, als er endlich unter dem lauten Jubel der Umstehenden aus dem Kugelfang stürzte. Jessica Hinkerohe hatte Tränen der Freude in den Augen und war sofort von einer Menschentraube umringt: „Jessica – wie schön.“, „Ist das toll!“, lauteten die spontanen Kommentare. Sie habe sich fest vorgenommen bis zum Schluss ernsthaft mitzuschießen, sagte die 17-Jährige Pixelerin, die derzeit in Oelde eine Ausbildung zur Friseurin absolviert. „Wir sind alle vom Schützenvirus infiziert“, bekannte Jessicas Vater Bernhard und strahlte mit seiner Frau Lydia und Tochter Jessica um die Wette.

Carsten Hütt hatte gewohnt locker und mit lustigen Sprüchen durch das Königsschießen der Nachwuchs-Kompanie geführt. Das ging zunächst recht zügig vonstatten. Die Insignien fielen gewohnt schnell: Tobias Theismann holte mit dem 18. Schuss den Apfel, Daniel Niemann mit dem 23. das Zepter und Oliver Schmidt sicherte sich die Krone mit Schuss 32. Doch dann wollte der rechte Flügel nicht fallen. Deshalb gab ihn Nils Vielmeyer beim 150. Schuss frei, und es wurde direkt auf den Vogel geschossen.

Zuvor hatte die Tanzjugend des Herzebrocker Sportvereins die Gäste beim Nachmittagskaffee im Festzelt unterhalten: Tanzmäuse, Sugar-Babies, Lil Devils und No Limit hatten Choreografien einstudiert und traten auf.

Bei idealem Frühsommerwetter hatte sich der Festumzug durchs Dorf nach dem Sternmarsch um 14 Uhr in Bewegung gesetzt. Zahlreiche Zuschauer verfolgten im Anschluss daran die Musikschau und die Parade im Waldstadion.

SOCIAL BOOKMARKS