Johannisfeuer lodert erstmals in Pixel
Bild: Petermeier
Erstmals auf Herzebrocker Boden richteten die Heimatvereine Rheda und Herzebrock das Johannisfeuer gemeinsam aus. Es brannte auf dem Hof Falkenreck am Tecklenburger Weg.
Bild: Petermeier

Erstmals führte es die Heimatfreunde in diesem Jahr auf Herzebrocker Grund. „Wir sind heute mal über die Grenze gegangen“, erzählte Professor Dr. Ernst Albien, Vorsitzender des Rhedaer Heimatvereins mit einem Schmunzeln. Vor zwei Jahren besuchte Heinz Falkenreck das Feuer auf dem Hof Meloh und bot damals seinen Hof für eine Ausrichtung an. In diesem Jahr war es soweit: Während die Rhedaraner die Tradition mit im Gepäck hatten, stellten die Herzebrocker Heimatfreunde die Örtlichkeiten zur Verfügung. Gemeinsam richteten die Heimatvereine der beiden Ortschaften das Feuer schließlich in gemütlicher Runde aus. „Das ist ein Treffen der Vereine“, erzählte Albien stolz. Auch Bürgermeister Marco Diethelm ließ es sich nicht nehmen und besuchte das erste Johannisfeuer in der Gemeinde.

„Die Idee hatten wir vor vier oder fünf Jahren, dass wir jährlich wieder ein Johannisfeuer machen“, erinnerte sich Professor Dr. Ernst Albien. Doch die Stadt genehmigte das Vorhaben nicht. Es brauche eine dreijährige Tradition, um das Feuer zu erlauben. So nahm sich schließlich der Heimatverein der Sache an. Da Landwirte das Recht haben, auf ihrem Anwesen Äste zu verbrennen, kamen die Mitglieder des Heimatvereins schnell auf die Idee, das Johannisfeuer auf wechselnden Höfen auszurichten und gleichzeitig die Historie der Umgebung einfließen zu lassen. „So können wir auch mal hinter die Hofmauern schauen“, erzählte Albien.

Das Vorhaben fand Anklang und wurde schrittweise ausgebaut. Erstmals nahm das Johannisfeuer die Größe eines Osterfeuers an: „Zuletzt haben wir das Holz immer in kleinen Feuerschalen angezündet“, so Professor Dr. Ernst Albien. Die Vorbereitungen für das Feuer übernahm die Familie Falkenreck als Gastgeber. Die Äste wurden aus dem eigenen Wald gesucht, das Feuerholz mehrfach umgeschichtet, damit sich keine Tiere in dem Gehölz befinden.

Gefeiert wurde rund um die beiden Fischteiche auf dem Hof Falkenreck. Für die passende musikalische Untermalung sorgte Bernhard Reckhaus mit seinem Akkordeon. „Die meisten, die heute hier sind, sind zwischen 50 und 70 Jahre alt. Die sind mit den Fahrtenliedern großgeworden“, erklärte Ernst Albien. Kurz darauf ertönte das Schifferklavier, und die Besucher stimmten begeistert mit ein. Denn textsicher waren sie alle. Im rustikalen Ambiente mit Gegrilltem und kühlen Getränken ließen die beiden Heimatvereine den Abend ausklingen.

Eine Fortsetzung der gemeinschaftlichen Ausrichtung des Johannisfeuers in Herzebrock-Clarholz ist jedoch nicht geplant. Im nächsten Jahr soll es den Heimatverein Rheda wieder auf heimisches Gebiet führen.

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