Junge Sportler fit wie ein Turnschuh
Bild: Baum
Einsatz: (v. l.) Pedro, Tim, Fred, Liam und Veit zeigten beim Sportabzeichenaktionstag, was sie drauf haben.
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Groß und Klein waren der Einladung zum Sportabzeichenaktionstag gefolgt, den die Kolpingsfamilie Herzebrock in Zusammenarbeit mit dem Herzebrocker Sportverein (HSV) zum zweiten Mal organisierte. In den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination durften die Sportler selbst entscheiden, was sie machen. „Der eine kann besser springen, der andere besser werfen oder laufen“, sagte Ali Wesche vom Sportabzeichen-Team des HSV. Wichtig war, sich aus jeder Disziplingruppe etwas auszusuchen. Alle fünf Jahre kommen dann noch Dauerschwimmen oder 200-Meter-Schwimmen dazu.

Die Helfer vom Sportabzeichen-Team behielten alles im Blick und notierten die Zeiten und Weiten. Je nach erbrachter Leistung schaffte letztlich jeder das Sportabzeichen in Silber, Bronze oder Gold. Die jüngsten Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, das Mini-Sportabzeichen zu holen. Dafür waren Wassergewöhnung und Radfahren, Purzelbaumschlagen, schnelles Laufen, Weitwerfen, Weitsprung sowie ausdauerndes Laufen gefragt.

Fit wie ein Turnschuh

 „Es wird nicht auf die Zeit geachtet; wichtig ist, dass die KInder dabei sein dürfen. Am Ende bekommen die Mädchen und Jungen eine Urkunde, worauf alle immer mächtig stolz sind“, erklärte die Helferin Elke Kleinemeier. Der dreijährige Leonard, der mit seinem Vater Michael Dresmann auf den Sportplatz kam, war fit wie ein Turnschuh. Er wollte nach dem Absolvieren des Mini-Sportabzeichens, das er mit links machte, immer wieder eine große Runde laufen. Selbst nach 3400 Metern war der Akku von Leonard noch nicht leer.

 Fred, Veit, Tim, Liam, Pedro fingen bei einsetzendem Regen mit dem Laufen an. Das machte den fünf Jungen nichts aus. Auch die anderen Sportler konnten über den Segen von oben nur lachen – „Wir sind doch nicht aus Zucker.“

Verwaltungsaufwand enorm

 Ali Wesche zog eine „sehr zufriedene“ Bilanz der Sportabzeichenaktion. Auch sonst zeigten die Menschen an den Übungs- und Abnahmetagen eine „absolute Begeisterung“. Trotzdem würden in Herzebrock-Clarholz in diesem Jahr etwa 130 Sportabzeichen weniger als 2013 erwartet. Dafür macht Wesche das mit der Regelreform veränderte EDV-Eingabesystem verantwortlich. Vor allem für die Schulen sei damit ein enormer Verwaltungsaufwand entstanden. So könne das Abzeichen nicht mehr über die Bundesjugendspiele abgelegt werden. Mit der Folge, dass weniger Schüler das Sportabzeichen machten.

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