Keine weiteren Fälle bei Westphal
Foto: Steinecke
Keine weiteren Fälle gibt es bei Westphal in Herzebrock.
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Der Kreis Gütersloh hatte am Mittwoch alle Mitarbeiter der beiden Westphal-Unternehmen – der Zerlegung und der Schlachtung – auf das Coronavirus getestet. Am Donnerstag sind die Ergebnisse aus dem Labor gekommen „Alle Befunde sind negativ“, schreibt der Kreis in einer Mitteilung.

Produktion steht seit Dienstag still

Die Reihentestung in dem Unternehmen war notwendig geworden, weil es in der Belegschaft zu positiven Befunden gekommen war. Das Unternehmen hatte die Tests nach Angaben des Kreises veranlasst, nachdem Symptome bei einem Mitarbeiter aufgetreten waren. Bei drei Mitarbeitern war eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden. Drei Mitbewohner der Werkvertragsarbeiter waren hingegen negativ getestet worden.

Westphal hatte als Vorsichtsmaßnahme am Dienstagmorgen entschieden, die Produktion herunterzufahren. Die Schlachtung war am Dienstagabend ausgesetzt worden, die Zerlegung am Donnerstag.

Kommende Woche soll Betrieb wieder laufen

Und wie geht es nun bei Westphal weiter? „Wir planen, unseren Betrieb am Dienstag wieder hochzufahren“, schreibt Geschäftsführer Mike Westphal. Bevor jedoch eine endgültige Entscheidung getroffen werde, würden alle Mitarbeiter noch einmal getestet.

Das Unternehmen würde die Abstriche in Eigenregie und auf eigene Kosten durchführen lassen. „Den Betrieb wieder aufnehmen zu können, ist aber zweitrangig. Wir freuen uns in erster Linie, dass es den drei infizierten Mitarbeitern gut geht und erstmal keine weitere medizinische Behandlung notwendig ist. Und wir freuen uns auch, dass sich bisher keine weiteren Mitarbeiter infiziert haben“, schreibt Mike Westphal.

Kreis erinnert an Vorgaben

Das aufgestellte Hygienekonzept habe gegriffen. „Da die Corona-Pandemie selbst von Experten nicht eingeschätzt werden kann, ist es schwierig, sich darauf vorzubereiten. Wir geben aber weiterhin unser Bestes, einen Ausbruch zu verhindern und in der jeweiligen Situation richtig zu reagieren“, heißt es in der Antwort von Mike Westphal auf Fragen dieser Zeitung.

In diesem Zusammenhang erinnert der Krisenstab des Kreises Gütersloh noch mal ausdrücklich daran, dass sich positiv getestete Personen an die Quarantäneregeln halten müssen. Dazu gehört nicht nur, dass man Haus oder Wohnung die vorgeschriebenen 14 Tage nicht verlässt.

„Natürlich darf auch unter keinen Umständen Besuch empfangen werden“, schreibt der Kreis weiter. Im konkreten Fall hatte sich ein Westphal-Mitarbeiter bei einem in Quarantäne befindlichen Tönnies-Mitarbeiter angesteckt, den er besucht hatte. 700 Tiere werden in normalen Zeiten täglich in Herzebrock-Clarholz geschlachtet.

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