Kenia-Reise schärft Blick auf die Welt

Ein wesentlicher Punkt sei die Wertschätzung der eigenen Lebensbedingungen, sagen die 17- und 18-Jährigen. Und ja, „auch, was die Schule angeht“. Die Wahrnehmung der Chancen und Möglichkeiten hierzulande – sie sei intensiver geworden.

Gut zwei Wochen waren sie in dem ostafrikanischen Land. Alles andere als unvorbereitet: In Workshops lernten sie Wesentliches über Geschichte, Menschen oder hygienische Vorsorge. Immer dabei waren die Lehrer Anna Mayer, Christina Fedder und Javier Garcia, die die Schüler nach Afrika begleiteten.

Geplant hatte die Gesamtschule keinen Erholungs-, sondern einen Bildungsurlaub: Die erste Woche verbrachten die Schüler in Nairobi. Nicht als Gäste, sondern als Gestalter seien sie in der St.-Joseph-School, der Patenschule der Gesamtschule, tätig gewesen. „Wir haben mit den Kindern gemalt, getanzt und gesungen“, erzählen die Schüler. Später ging es weiter in Richtung Watamu. Dort beteiligten sie sich unter Federführung einer lokalen Organisation an Umweltprojekten. Sie pflanzten Bäume und sammelten Plastikmüll in der Strand- und Küstenregion ein.

„Man kann sich das nicht vorstellen“

„Es war spannend, zu sehen, wie weit sich die Schüler auf all das einlassen“, so Lehrer Javier Garcia. Er zog – ebenso wie seine Kollegen – eine positive Bilanz: „Sie waren interessiert und haben offensichtlich viel mitgenommen.“ Der Anregung, das Erlebte im Buch festzuhalten, seien alle nachgekommen.

Unzählige Beschreibungen von Beobachtungen, Begegnungen und Erlebnissen finden sich in den Tagebüchern. Großen Raum nimmt darin der Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi ein. Müllberge, Gestank, schwarzes Wasser im Fluss – und trotzdem Lebensraum von Menschen. „Man kann sich das nicht vorstellen“, so Lasse Breilmann. Die Bilder, die man vorher gesehen habe, würden nicht auf die Realität vorbereiten.

Mehr lesen Sie in der Gütersloher „Glocke“ am 28. September.

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