Kenianer und Deutsche arbeiten Hand in Hand
Im Westen Kenias liegt die Diguna-Station Ngechek. Sie beherbergt ein Kinderheim, in dem HIV-positive Mädchen und Jungen aufwachsen.

Das erzählt er im Gespräch mit der „Glocke“. Das kleine Dorf Ngechek liegt in einer ländlichen Umgebung, etwa 30 Kilometer von der Großstadt Eldoret entfernet. „Clarholz habe ich schon im Februar verlassen“, so Daniel Grothusheidkamp. Fünf Monate lebte er im nordhessischen Haiger, in der Zentrale der Missionsgesellschaft Diguna. „Dort wurde ich auf meinen Afrikaeinsatz vorbereitet.“ Eine Phase, die jeder Mitarbeiter absolviert, bevor er tatsächlich aufbricht. „In dieser Zeit lernt man die Sprache und Kultur besser kennen. Für mich war es eine sehr hilfreiche und lehrreiche Zeit. Das merke ich vor allem jetzt, wo ich das Gelernte praktisch umsetzten kann“, sagt der 21-Jährige. In Kenia lebt er in der Missionsstation zusammen mit einem Team, zu dem sowohl Kenianer als auch Deutsche gehören. Die Verständigung erfolge auf Englisch oder in der Landessprache Kisuaheli. „Mein Kisuaheli beschränkt sich bis jetzt auf Small-Talk und ein paar Floskeln. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass es nach und nach besser wird“, sagt der Missionar auf Zeit. Die Kenianer und Deutschen arbeiten gemeinsam in verschieden Bereichen des Kinderheims. „Da gibt es die Bürokaufleute, Gärtner und Landwirte. Es gibt die Heimeltern, die die verantwortungsvolle Aufgabe haben, für die Kinder zu sorgen und einfach für sie da zu sein, so dass diese sich angenommen und geliebt wissen“, beschreibt der Clarholzer. Die Lehrer, die die Mädchen und Jungen unterrichten, sind fast ausschließlich Kenianer. Im Baubereich, in der Küche oder in der Administration arbeiten Afrikaner und Weiße Hand in Hand. Derzeit ist Daniel Grothusheidkamp im sogenannten Workshop tätig, der aus verschiedenen Abteilungen besteht. Dort gibt es eine Schreinerei, eine Mechanik- und Elektrikwerkstatt sowie eine Klempnerei. „Unser Tag beginnt um 7 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach richten wir unsere Aufmerksamkeit auf Gottes Wort und lesen in der Bibel. Unsere tägliche Andacht schließen wir immer mit einem Gebet ab.“ Im Anschluss geht jeder seiner Arbeit nach.

Mehr zu den Beweggründen und über den Aufenthalt lesen Sie in der Glocke am Mittwoch, 15. August.

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