Kita in Containern - Neubau für 2019 geplant
Nicht wie ein klassischer Container sieht die Übergangslösung aus, die als zusätzlicher Kindergarten ab Sommer in Herzebrock vorgesehen ist. Dieses Bild zeigt eine Übergangskita in den Niederlanden. Die Herzebrocker Einrichtung könnte ähnlich aussehen.

Das haben Bürgermeister Marco Diethelm, Marianne Tröster, beim Kreis für die Kindergartenbedarfsplanung zuständig, und Klaus-Peter Brell am Mittwoch deutlich gemacht. Brell ist Fachbereichsleiter des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland, Träger der neuen Kita. Der Plan sieht vor, im Sommer zunächst eine Containerlösung zu beziehen.

Die Gemeinde hat nach Angaben des Bürgermeisters zwei, drei Grundstücke in Herzebrock dafür im Blick. Sie liegen alle südlich der Bundesstraße. 58 Jungen und Mädchen sollen dort betreut werden. Klaus-Peter Brell machte deutlich, dass es sich um eine Übergangslösung handele, die nicht viel schlechter sei als eine normale Kita. Es müssten ähnliche Anforderungen erfüllt werden. Container hätten den Vorteil, dass die sanitären Einrichtungen ebenso wie eine Küche bereits vorhanden seien.

Hinzu kommt: 550 Quadratmeter Gebäudefläche seien notwendig, zudem 1000 bis 1500 Quadratmeter zum Spielen draußen, so Marco Diethelm. Für ein Jahr sollen die Container Heimat der Jungen und Mädchen sein. Parallel soll der Neubau an der Berliner Straße vorangetrieben werden. Laut Diethelm gibt es Überlegungen, größer als ursprünglich gedacht zu planen. Bisher war eine Kita mit drei Gruppen vorgesehen. Angesichts einer steigenden Geburtenrate sowie einer höheren Nachfrage nach Betreuungsplätzen aufgrund der Tatsache, dass Kinder immer früher in eine Kita gegeben werden, wollen der Kreis und die Gemeinde prüfen, ob gleich ein Gebäude mit vier Gruppen errichtet werden soll. „Das werden wir diskutieren“, erklärte der Bürgermeister.

Diethelm ist optimistisch, dass zeitnah ein Investor gefunden wird, der die Einrichtung baut und dann an das Jugenddorfwerk vermietet. Und wenn nicht? „Zur Not bauen wir den Kindergarten selbst. Wir errichten ja auch Feuerwehrgerätehäuser“, so Marco Diethelm.

Näheres - zum Beispiel über die Bedenken der Anwohner - lesen Sie in der „Glocke“ von Donnerstag, 22. Februar!

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