Konkreter Nutzen begeistert Sternsinger
Bild: Christ
An der Bastel-Aktion zur Vorbereitung nahmen (v.l.) Lotta, Anna, Nele, Alina, Gianluca, Annabell, Mick und Marvin teil.
Bild: Christ

Zuerst das Wichtigste: Bei der Kleiderprobe mussten die Jungen und Mädchen in ihre Gewänder schlüpfen – schließlich sollen sie sofort als Sternsinger erkannt werden. Verkleidet als Casper, Melchior und Balthasar treffen sich die Kinder am 6. Januar um 9 Uhr zum Wortgottesdienst in der Kirche. Nach der Segnung gehen sie los und sammeln Spenden und Süßigkeiten für den guten Zweck. Das Geld wird in diesem Jahr schwerpunktmäßig für Bildungsarbeit verwendet. In Indien sollen Schulen gebaut werden. In einem Dokumentarfilm vom Kindermissionswerk Aachen schauten sich die jungen Herzebrocker Teilnehmer an, wie hart ihre Altersgenossen in Südasien arbeiten müssen und oft keine Chance auf Bildung haben. „Ich war in Herzebrocker Schulen unterwegs und habe den Kindern das erläutert“, sagt Gisela Ginten-Hoffmann, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats. „Die Kinder sind interessiert, wenn sie den konkreten Nutzen des Sternsingens sehen. In Herzebrock haben wir noch recht viele Sternsinger.“ Knapp 70 Kinder im Alter zwischen 8 und 15 Jahren marschieren durch die 30 eingeteilten Bezirke.

„Eigentlich benötigen wir aber 80 bis 90 Kinder, weil Herzebrock flächenmäßig recht groß ist“, sagt Ginten-Hoffmann. „Wir versuchen natürlich, das trotzdem hinzukriegen.“ Süßigkeiten dürfen die Sternsinger alle selbst behalten. Was die Kinder entbehren möchten, wandert an die Gütersloher Tafel. Gisela Ginten-Hoffmann ist besonders vom Engagement der Jugendlichen angetan: „Die packen verlässlich mit an. Ich denke, das ist etwas ganz Besonderes.“ Denn auch beim traditionellen Aktionstag halfen viele Betreuer, Studenten und Firmbewerber mit, verschiedene Workshops auf die Beine zu stellen. So backten etwa Lena und Max Kekse mit den Kindern, Franziska und Sandra halfen beim Malen. Schließlich durfte der Sternsinger-Nachwuchs Kronen aus goldener Pappe basteln und nach eigenen Vorstellungen verzieren. Die Helfer waren früher selbst Sternsinger und bescherten ihren Nachfolgern einen tollen Nachmittag. Später aßen alle zusammen Milchreis. „Natürlich können jederzeit noch Kinder als Sternsinger mitmachen“, sagt Gisela Ginten-Hoffmann. Sie freut sich auf Nachzügler.

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