Konzept zur Renaturierung liegt auf Eis
Bild: Schäfer
Die ökologische Aufwertung der Nebenflüsse des Axtbachs ist ins Stocken geraten. Da notwendige Flächen nicht zur Verfügung stehen, kann das Konzept nicht als Ganzes umgesetzt werden. Das ist aber Voraussetzung, damit Fördermittel vom Land fließen.
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Hätte wohlgemerkt. Denn vermutlich wird das Konzept nicht umgesetzt. Es fehlt an notwendigen Flächen. Erste Bedenken zu den Planungen hatten Anlieger in einer Veranstaltung geäußert, in der ihnen das Projekt vorgestellt wurde. In der Konsequenz führte das dazu, dass für wichtige Teile der Maßnahme keine Privatgrundstücke zur Verfügung gestellt werden. Sprich: Anlieger wollen nicht verkaufen.

 So hieß es in einer Sitzung des Bau- und Umweltausschusses. Und das bestätigte auch Bürgermeister Marco Diethelm. Und schon im Fachausschuss bedauerte er, dass Eigentümer aus seiner Sicht aus Protest gegen den Neubau der Bundesstraße 64 neu auch Maßnahmen verhindern, die unter anderem dem Hochwasserschutz dienen. Dass Kritiker des Straßenneubaus der B 64 aus Prinzip keinerlei Flächen verkaufen wollen, hatten sie bei verschiedenen Anlässen bereits klar gemacht. Und daran scheinen sie grundsätzlich festzuhalten.

 Das Gemeindeoberhaupt erläuterte die Problemstellung, die sich jetzt ergibt: Das Konzept umfasst acht Einzelmaßnahmen. Eine Förderung gibt es aber nur, wenn diese im Verbund umgesetzt werden. Auch wenn es theoretisch möglich wäre, das Konzept punktuell zu realisieren – Geld vom Land gibt es dann nicht. Das betonte Bürgermeister Diethelm im Gespräch.

Prinzipiell könne die Gemeinde die Maßnahme in Teilen auf eigene Kosten umsetzen. Dazu äußerte sich der Verwaltungschef aber nicht weiter. So wie es derzeit aussieht, findet eine Umsetzung nicht statt. Es sei denn, die Kommunalpolitik beschließt etwas anderes. „Es ist schade für Clarholz“, meinte Diethelm. Dabei hatte er insbesondere die Renaturierung von Teilen der Nebengewässer sowie den dadurch verbesserten Hochwasserschutz vor Augen.

Geplant waren unter anderem Gewässeraufweitungen zwischen Eichenallee und Letter Straße. Die vorhandene Senke im Blinden Busch, der sogenannte Schweinemerschgraben, sollte verbreitert werden. Eine Flutrinne von 15 Metern Breite sollte neu entstehen, die ökologisch auch durch Totholz aufgewertet werden sollte. Die Vergrößerung von Durchlässen sowie der Neubau eines weiteren Rahmendurchlasses am Alten Axtbach waren ebenfalls geplant.

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