Kruzifix als Blickfang in Josefskapelle
Bild: Reinhardt
Freuen sich über das neu gestaltete Kruzifix: (v. l.) Pastor Johannes A. Kudera, Ursula Schulte-Beckhausen und Elisabeth Hüppe.
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Er hatte bei einem Besuch in Herzebrock vorgeschlagen, dem Korpus einen anderen Platz zukommen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt stand lediglich ein schmiedeeisernes Kreuz auf dem Altar. Vor der Renovierung des Altarraums im Jahr 2011 hatte es seinen Platz auf dem Tabernakel. „Da in romanischen und gotischen Kirchen die Linienführung auf die Mitte des Altarraums hinführt, regte der Erzbischof an, dort einen Blickfang zu haben“, sagt Pastor Johannes Kudera.

„Wir haben daraufhin sofort mit dem Mescheder Benediktiner Pater Abraham Kontakt aufgenommen, der 2011 auch den Altarraum neu gestaltet hatte“, berichtete Ursula Schulte-Beckhausen vom Kirchenvorstand St. Christina. Pater Abraham kam daraufhin nach Herzebrock, um Kreuz und Korpus abzuholen und in Meschede umzugestalten.

Wie schon die Renovierung wurde auch das neue Kruzifix von einer privaten Initiative finanziert, wobei Ursula Schulte-Beckhausen und Elisabeth Hüppe den Anstoß gaben. „Wir fühlen uns dieser Kapelle verbunden“, erklärt Ursula Schulte-Beckhausen ihr Engagement. Sie fuhr im November nach Meschede, um das neue Kruzifix abzuholen. Das schmiedeeiserne Kreuz brachte sie auch wieder mit zurück nach Herzebrock. Es steht jetzt ohne Korpus in der Sakristei der Pfarrkirche.

Den Blickfang hinter dem neuen schmalen Kreuz in der Josefskapelle bildet nun eine goldene Platte. „Sie leuchtet, als dämmere hinter Golgatha schon der Morgen der Auferstehung über dem Gekreuzigten“, sagte Pastor Kudera in seiner Predigt während der Messe zur Einweihung des Kruzifixes. „Besonders schön wirkt es, wenn die Sonne durch die Fenster in die Kapelle scheint“, ergänzt Elisabeth Hüppe.

Wer sich diesen Eindruck nicht entgehen lassen möchte, für den steht die Kapelle jederzeit offen. Zwar nicht über das Hauptportal am Weißen Venn, aber über den Gang durch das Pflegewohnheim kann das kleine Gotteshaus besucht werden. Zurzeit kann bei einem Besuch auch noch die Krippe bewundert werden.

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