Kunstgenuss lockt mehr als 1000 Besucher
Bild: Schäfer
Die illuminierten Gebäude des ehemaligen Klosters und zahlreiche Kerzen sorgten nach Sonnenuntergang für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Bild: Schäfer

Der Kunstgenuss am Kloster erfreute sich erneut toller Resonanz. Schnell waren die 1150 Pralinen, die am Eintritt überreicht wurden, vergriffen.

Der Vorsitzende des Heimatvereins war nicht der einzige, der sich über das angenehme Wetter freute. Erleichterung werden auch die vielen Helfer verspürt haben, die „das alles ehrenamtlich leisten“, dankte Dieter Mersmann den Beteiligten, namentlich der Familie Schlepphorst und den Sponsoren des Gartenfests. In Anlehnung an den Namen Kunstgenuss lud Mersmann ein, mit offenen Ohren und Augen die Angebote, die der Heimatverein seit 2006 alle zwei Jahre macht, zu genießen. Kein Problem, denn der Kunstgenuss bot wie gewohnt eine abwechslungsreiche Palette. Einen kleinen Vorgeschmack bot die heimische Soul-Formation Call’n Voices um Achim Lübbering a capella zum Auftakt. Gleich dreimal war sie im Verlauf des Abends an der Mauerbühne zu hören und konnte die Zahl ihrer Anhänger noch weiter ausbauen. Die Veranstalter hatten das Programm zeitlich geschickt arrangiert und die Akteure an verschiedenen Stellen platziert: Wer wollte, konnte alle fünf Gruppen ohne Probleme erleben.

Durchweg prall mit Zuhörern gefüllt war die Pfarrkirche. Das Vokalensemble unter der Leitung von Siegfried Buske begeisterte mit emotionalen Liedern. Musikalisch spannend wurde es mit Harald Gokus aus Rheda-Wiedenbrück an der Orgel, der gemeinsam mit Sohn Sebastian – unter anderem am Xylophon – für überraschende instrumentale Allianzen sorgte. Ob im Kreuzganghof oder auf der Teichbühne: Michael Mühlmann wusste mit Gitarre und Gesang die Zuhörer um sich zu scharen. Die Lieder von den Beatles, Stones, Cat Stevens oder auch Milow kamen bestens an. Flotte Sprüche bei den Überleitungen taten ein Übriges. Märchen für Erwachsene in Kombination mit perlenden Tönen boten Erzählerin Sigrun Schwarz und Harfenistin Eva Bäuerle-Gölz.

Die gesamte Klosteranlage war durch Lichtakzente zum Erlebnisraum umgestaltet: Farbenvielfalt, Flammschalen und mehr sorgten für Atmosphäre. Dabei versuchten die Veranstalter nicht, eine der vorherigen Veranstaltungen zu übertrumpfen und somit eine überflüssige Erwartungsspirale in Gang zu setzen. Hier und da ein frischer Akzent, gepaart mit einem gewohnt guten kulinarischen Angebot. Eine gelungene Inszenierung, die Tausende Besucher zum Bleiben und ganz im Sinn des Mottos zum Genießen einlud.

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