Kunstgenuss lockt zahlreiche Besucher
Bild: Schäfer
Zwischen zwei blau beleuchteten Fenstern der Pfarrkirche St. Christina zischte es ab und an, und Rauch verflüchtigte sich in der warmen Spätsommerluft.
Bild: Schäfer

Eine, aber sicher nicht die einzige Erklärung für die hervorragende Resonanz. „Sitzt da ein Drache?“, fragte ein Mädchen mit Blick auf den Turm der Pfarrkirche St. Christina. Zwischen zwei blau beleuchteten Fenstern zischte es ab und an, und Rauch verflüchtigte sich in der warmen Luft. Ein Akzent, der nicht nur optisch, sondern auch akustisch im Zug der Lichtinstallation auffiel.

Wechselnde Farbspiele und bewegte Schattenwürfe setzten das Kloster Herzebrock in Szene. Dazu unzählige Kerzen und Flammenschalen: Eine Komposition, die der Heimatverein Herzebrock als Veranstalter gemeinsam mit Projekt One, Lichtinstallation aus Bielefeld, entwarf. Insgesamt rund 200 Strahler kamen zum Einsatz. „Dazu rund 300 Kerzen“, sagte mit Karl-Hermann Schlepphorst ein Mitglied des Organisationsteams. Rund sieben Kilometer Kabel sicherten die Stromversorgung. Im Lauf der Woche hatten die Vorbereitungen begonnen. „Heute waren wir nochmal mit Volldampf dabei“, so Schlepphorst. „Wir“, das waren außer dem Unternehmen und dem Organisationsteam rund 30 Helfer.

21 Sponsoren aus der Region griffen zudem unterstützend ein und sicherten so gleichbleibende Eintrittspreise, informierte Hans-Hermann Strickmann bei der Begrüßung. „Die Nonnen haben hier einen sehr liebevollen Platz geschaffen“, blickte der Heimatvereinsvorsitzende auf die Zeit der Benediktinerinnen zurück. Und ermunterte, beim Rundgang durch den Klostergarten einmal Ecken und Kanten bei der Weggestaltung zu suchen. „Es gibt keinen rechten Winkel, alles ist geschwungen“, so Strickmann. Eine runde Sache also – ein Bild, das für den ganzen Abend gelten sollte.

Die Gäste erlebten am Samstag wieder eine unterhaltsame Mixtur aus Musik und Kultur. Auf Teichbühne, im Kreuzgang, auf der Mauerbühne oder in der Kirche gab es Musik in Vielfalt. Klassisch unter anderem vom Vokalensemble Herzebrock unter Leitung von Siegfried Buske. Erneut dabei – in diesem Jahr nicht nur mit Gitarre, sondern auch am Klavier – Lukas Schlautmann alias Radio Lukas.

Vom Tag der offenen Gärten bekannt war das Acoustic Trio mit Rainer Homeyer-Werner, Jürgen Homeyer und Tobias Schössler. Erstmals gab Dietmar Lohmann aus Beelen mit Lyrik aus eigener Feder seine Visitenkarten ab. Unter die Besucherscharen mischte sich auch immer wieder das Session Sax Duo mit Martin Rode und Dieter Brokamp.

Zeitlich geschickt arrangiert, konnten die Besucher in den Genuss aller Auftitte kommen. Oder einfach die Stimmung der lauen Spätsommernacht in netter Gesellschaft oder einer ruhigen Ecke genießen.

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