La-Ola-Wellen begleiten Jagdreiter
Bild: Inderlied
Gefolgt von den Feldführern (v. l.) Norbert Homeyer und Martin Grundmann reitet Jagdherrin Yvonne Stiens durch die Senffelder von Pixel.
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Ein voller Erfolg war die Einsteigergruppe, die von Andreas Westlinning geführt wurde. Er weihte die Jagd-Novizen in die Geheimnisse einer Schleppjagd ein. Das Konzept ging auf: „Meine Motivation war, unter Anleitung eine Jagd mit Hunden, die nicht alltäglich ist, zu erleben“, sagte Matthias Weiß aus Gütersloh. „Ich reite zwar sehr viel im Gelände. Aber das ist jetzt wie in der Schule: sehr herausfordernd.“

In einem irren Tempo spürten die 13,5 Foxhound-Koppeln (Hundepaare) der Cappenberger Meute, geführt von Huntsman Bernd Funke der Duftspur aus Heringslake hinterher. Die für den Menschen übelriechende Tinktur tropfte aus einem Behälter am Sattel der Cappenberger Schleppenlegerin Antje Sander. Sie wurde von Egon Stiens und Anna Giulia Savic begleitet. Aufgrund der Winterzeit und der im Vergleich zu den Vorjahren früher einsetzenden Dunkelheit hatten die Organisatoren die Strecke mit Hindernissen auf 16 Kilometer verkürzt.

Ungebrochen war das Interesse der Zuschauer, die zum Teil in Planwagen zu den Aussichtspunkten gefahren wurden. Obwohl ein Wagen mehr als im vergangenen Jahr eingesetzt wurde, waren die 140 Plätze innerhalb einer Stunde vergeben. „Es gab sogar La-Ola-Wellen, wenn die Reiter vorbeigeritten sind“, berichtete Andreas Westlinning. Einen besonderen Dank sprach er den Grundstücksbesitzern aus, die ihre Wege und Felder für die Srecke zur Verfügung gestellt hatten. Für die jagdlichen Signale sorgten die Jagdhornbläser Hubertus Wiedenbrück.

Das erste springende Feld wurde angeführt von Martin Grundmann und Norbert Homeyer, das zweite springende Feld von Thomas Klüsener und Georg Wittop. Vor dem dritten, nicht springenden Feld ritten Johanna Maas und Mareike Babst. Als Schlusspikeur folgte Karin Strothenke mit den ehrenamtlichen Helfern des DRK-Ortsvereins Herzebrock-Clarholz. Sie hatten keine schwereren Verletzungen zu versorgen.

Nach dem Halali balgten sich die Foxhounds um die verdiente Belohnung, während die Reiter sich mit dem Eichenbruch schmücken durften. Anschließend wurde in der herbstlich dekorierten Reithalle auf Hof Borgmann beim Tanz und Schwof im Roten Rock noch bis in den Morgen gefeiert.

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