Laurentius-Kirmes lockt auch bei Hitze 
Bild: Borgelt
Zur Eröffnung gibt es Präsente für die jüngste und älteste Besucherin: (v. l.) Schausteller Georg Lönne, Mark Krieger, Maxim Krieger, Anna Krieger (Mutter der jüngsten Besucherin, Ursula Schrader mit Medina Yilmaz auf dem Arm, Bürgermeister Jürgen Lohmann, Schausteller Carsten Lönne und Ortsvorsteher Franz-Josef Tegelkamp.
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„Wir Clarholzer haben es in der Hand, ob ein Fest gelingt oder nicht“, sagt der Ortsvorsteher. „Wir müssen hingehen und mitfeiern.“

Am Nachmittag zur Eröffnung ist den Landwirten das kaum möglich. Sie fahren ihre Ernte ein. Ringsum laufen die Mähdrescher. „Das staubt mächtig“, so der Ortsvorsteher. „Die Landwirte kommen dann zur Clarholzer Nacht“, glaubt er aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre zu wissen. Die Kirmes, im Volksmund Lorenskes genannt, sei früher ein Patronatsfest mit Prozession durch den Ortsteil gewesen. Heute werde die Laurentius-Prozession einen Sonntag später veranstaltet, morgens ab 7 Uhr.

Traditionell eröffnet Bürgermeister Jürgen Lohmann am Samstag die 665. Auflage der Kirmes. Er begrüßt seine drei Stellvertreter, den CDU-Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus, eine größere Anzahl an Ratsmitgliedern sowie den jüngsten und den ältesten Besucher.

Schausteller Carsten Lönne, der mit Georg Lönne wieder eine Kirmes mit 40 Ständen, Hütten und Karussells aufgebaut hat, überreicht die Präsente – den obligatorischen Frühstückskorb und einen großen Plüschhund. Das hochsommerliche Wetter hat dieses Mal keine betagten Senioren auf die Kirmes gelockt. Ursula Schrader dürfte zur Eröffnungsstunde die älteste Besucherin sein. Die ehemalige Ratsfrau, deren Stimme heute noch im Seniorenbeirat gefragt ist, gehe „noch für 50 durch“, so Carsten Lönne. Ihr Alter werde nicht genannt.

Jüngste Besucherin ist Medina Yilmaz, gerade fünf Wochen alt. Auf dem Arm von Mutter Anna Krieger lässt sie die Auszeichnung gelassen über sich ergehen. Mit dabei sind auch Bruder Mark Krieger und Cousin Maxim Krieger aus Rheda-Wiedenbrück.

Die älteren Kinder können den Start der Freifahrten kaum abwarten. 15 Minuten dürfen sie die Karussells kostenfrei nutzen – im Musik-Shop mit rasender Geschwindigkeit Runden drehen, im Jumpstreet in luftiger Höhe lauthals kreischen oder Zusammenstöße im Auto-Scooter herausfordern. Die jüngeren Besucher ziehen Fäden, angeln Enten oder suchen sich einen freien Platz in einem der Kinderkarussells. Das kulinarische Angebot ist vielfältig. Erstmals sind auch bayrische Spezialitäten dabei. Bunte Warenstände laden zum Stöbern ein.

Übrigens: Am Montag ab 8 Uhr ist der Flohmarkt geöffnet. Ab 11 Uhr gibt es ermäßigte Fahr- und Getränkepreise.

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