Laurentiuskirmes startet nach kräftigem Schauer
Bild: Borgelt
Kirmesauftakt: (v. l.) Bürgermeister Marco Diethelm, die älteste Besucherin Edeltraud Rother, Ortsvorsteher Franz-Josef Tegelkamp sowie Georg und Carsten Lönne und  Ralf Rickel.
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Die älteste Besucherin war Edeltraud Rother. Sie durfte sich über einen großen Frühstückskorb freuen. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagte die 84-Jährige. Seit 1946 lebe sie in Clarholz. Nur ein Aussteller war älter: Johann Schneider, 91 Jahre. Sein Autoscooter hat seit Jahren einen festen Platz auf „Lorenzkes“, wie Ortsvorsteher Franz-Josef Tegelkamp die Kirmes gern nennt.

„Die eigenen Wurzeln nicht vergessen“

In diesem Jahr hätten die Schausteller wieder alles gegeben, freute er sich. „Wenn es auch in der Welt drunter und drüber geht – es ist das Wichtigste, dass wir unsere Wurzeln hier nicht vergessen“, sagte er. Zuvor hatte Bürgermeister Marco Diethelm Gäste und Ehrengäste begrüßt – etwas später als geplant. Die Eröffnung startete erst, als ein heftiger Regenschauer fast vorüber war. Der Spielmannszug Clarholz Heerde, geleitet von Katharina Reckordt, kam mit dem Lied „Ein Jäger aus Kurpfalz“ auf den Festplatz und begab sich direkt auf die Fahrbahn des Autoscooters. Dort spielten die Musiker weitere Lieder. „In diesem Jahr wird alles besser“, gelobte Klaus Rasch. Der Sprecher der Schausteller versprach ein großes Feuerwerk für Sonntagabend. „Davon wird ganz Clarholz sprechen“, war Carsten Lönne überzeugt.

Höhenfeuerwerk am Sonntagabend

Im vergangenen Jahr, zum 666-jährigen Bestehen der Laurentius-Kirmes, sei das Höhenfeuerwerk „in die Hose“ gegangen. Jetzt sei die Firma Prinz aus Recklinghausen beauftragt worden. Er selbst übernehme die Kosten, betonte Lönne. 25 Aussteller haben Buden und Stände mit schönen und nützlichen Dingen, leckeren Speisen und Getränken aufgebaut, darunter sechs kleine und große Fahrgeschäfte.

Zaghafter Zulauf

Die Kinder konnten es kaum abwarten, nach der Eröffnung kostenfrei die ersten Karussell-Runden zu drehen. Eingangs wagten sich nur wenige Besucher in das erstmals aufgebaute Spiegellabyrinth „Crystals City“. Auch das Rundfahrgeschäft „Kessel-Tanz“ füllte sich nur zögerlich. Diejenigen, die es wagten, sich kräftig durchschütteln zu lassen, hatten großen Spaß. Die Geschwister Luca und Nora Böhm (zwei und drei Jahre) machten einen Ausflug mit „Aladins Reisen“.

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