Lindhorst verkauft Mediko-Anteile
Bild: Schäfer
Im oberen Staffelgeschoss der Einrichtung soll eine Spezialpflege entstehen. Ob für stärker demenzielle Bewohner oder jüngere Pflegebedürftige steht noch nicht fest.
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Was bedeutet das für den Bau und den Betrieb der Pflegeeinrichtung an der Marienfelder Straße? Prinzipiell nichts. Das sagen übereinstimmend Susanne Thon, Geschäftsführerin der Mediko, als auch Gisela Dürr, Pressesprecherin von Schönes Leben. Letzteres Unternehmen setzt laut einer Mitteilung seinen Wachstumskurs fort: Mit der Übernahme der Mediko Pflege- und Gesundheitszentren schaffe man „eine starke Präsenz und Basis in Nord- und Westdeutschland“, heißt es weiter.

Der Kauf ergänze das Geschäftsfeld Pflege der Schönes Leben Gruppe. An dieser ist wiederum Waterland Private Equity mit Firmensitzen unter anderem in München und Hamburg beteiligt. Waterland ist eine Investment-Gesellschaft, die nach eigenen Angaben „Unternehmer dabei unterstützt, ihre Wachstumsziele zu erreichen“. Nach Firmenangaben verwaltet Waterland derzeit Eigenkapitalmittel in Höhe von sechs Milliarden Euro.

Nina Prothe wird Einrichtungsleiterin

Grundsätzlich habe jetzt die Schönes Leben Gruppe das Sagen, fasst Susanne Thon den Hintergrund zusammen. Für die Einrichtungen vor Ort habe das keine Auswirkungen. Das gelte auch für Clarholz. Für den Bau sei ohnehin eine eigene Gesellschaft gegründet worden. Dieses werde auch noch für den Betrieb geschehen. „Und zwar in den nächsten Wochen“, so Thon.

Für die Seniorenresidenz sei zwischenzeitlich eine Einrichtungsleitung gefunden worden. Es handelt sich nach Angaben Thons um Nina Prothe, Tochter des Mediko-Geschäftsführers Dieter Prothe. Sie sei inzwischen in die Region gezogen und werde ihre neuen Aufgabe zum 1. Januar antreten, so Thon. Sie selbst sei vor zwei Wochen noch vor Ort gewesen. Nach Gesprächen mit dem Bauleiter und anderen Verantwortlichen, liege alles im Zeitplan. „Vorgesehen ist eine Eröffnung im April nächsten Jahres“, sagt die Geschäftsführerin.

 Derzeit werden Stellen für verschiedene Aufgaben im Haus ausgeschrieben: Pflegedienstleitungen, Haustechniker, Verwaltungsfachkräfte, Köche, examinierte Pflegekräfte und anderes. Insgesamt würden rund 70 Arbeitsplätze geschaffen. „Alle Mitarbeiter werden von der Einrichtung vor Ort angestellt“, so Thon. Es sei nicht vorgesehen, im Haus mit externen Unternehmen zusammenzuarbeiten.

Mehr zu den Hintergründen lesen Sie am 5. November in der Gütersloher „Glocke“.  

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