Löschzug Herzebrock öffnet seine Türen
Bild: Borgelt
Säuberlich aufgereiht präsentierte der Löschzug seinen Fuhrpark: Sieben Fahrzeuge standen auf der Straße, Einblicke der jungen und alten Besucher waren erwünscht.
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 „Wir sind heilfroh, dass es trocken geblieben ist“, sagte Löschzugführer Heinz Börger. Erst kurz vor Ende der Veranstaltung regnete es. Den Ansturm der Menschen hatte er erwartet. 50 aktive Mitglieder und 17 aus der Ehrenabteilung mit ihren Partnerinnen hatten einen Großeinsatz.

Säuberlich aufgereiht präsentierte der Löschzug seinen Fuhrpark: einen Einsatzleitwagen, zwei Löschgruppenfahrzeuge für technische Hilfeleistungen und Brandeinsätze, das Hilfeleistungs-Löschfahrzeug mit Rettungsutensilien für Verkehrsunfälle, ein Tanklöschfahrzeug und ein Mannschaftstransportfahrzeug. Ergänzend beteiligte sich der Löschzug Rheda mit einer Drehleiter mit Korb, die 20 Meter hoch ausgefahren wurde.

Die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) öffnete ihren Rettungswagen und bot auch kleine Gesundheitschecks an. Die Verkehrswacht hatte einen Rettungssimulator mitgebracht. In einem Brandschutzaufklärungsanhänger wurde Kindern erklärt, wie Feuer vermieden wird. Und in einem Übungsanhänger für Zimmerbrände durften die Kinder angeleitet Feuer löschen. „Das macht Spaß“, sagte der vierjährige Noah Schieleit. Nicht minder gefragt waren Löschübungen an einer Gebäudeattrappe.

Auch die Aufführungen der Puppenbühne der Feuerwehr Bielefeld kamen gut an. Sie zeigte zum Beispiel, wie Waldbrand oder Küchenbrand vermieden werden können.

Für viele kleine und größere Kinder war klar: Später gehen sie zur Feuerwehr. Aber die Kapazitätsgrenze der Jugendfeuerwehr, die für alle vier Löschzüge in der Gemeinde ausbildet, ist mit 20 Mitgliedern erreicht. „Wir haben eine lange Warteliste“, sagte Heinz Börger. An Nachwuchs mangelt es der Feuerwehr nicht.

An einem verunglückten Fahrzeug war zu sehen, wie Rettungszylinder, Scheren und Spreizer eingesetzt werden, um eingeklemmte Personen zu befreien. Eine Fettexplosion wurde demonstriert. Nur wenige Tropfen Wasser reichten, um sie auszulösen. Also, eine Decke zum Löschen verwenden. Welch große Stichflammen entstehen können, wenn ein Grill mit Spiritus angezündet wird, wurde ebenfalls gezeigt. „Spraydosen explodieren ab 50 Grad Celsius. Das knallt fürchterlich“ sagte Guido Ortkras. Eine umfassende Ausstellung informierte in Wort und Bild über geleistete Hilfen, angefangen von Schäden des Sturms Kyrill 2007 bis zur Messe im Feuerwehr-Gerätehaus zum Tag der Arbeit im Mai 2016.

Anlässlich des Tags der offenen Tür der Feuerwehr waren Gerätehaus und Schulungsraum in ein Café verwandelt. Dort wurden frische Waffeln und 65 selbst gebackene Torten – sogar eigens dekorierte Feuerwehrtorten – angeboten. Für Musik sorgte der Spielmannszug der Schützengilde Herzebrock. In einer Verlosung gab es drei Hauptpreise: ein Rundflug, eine Ballonfahrt und einen großen Edelstahlgrill.

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