Löschzug Quenhorn hat Grund zu feiern
Bild: Scheffler
Guido Hunkenschröder, stellvertretender Löschzugführer, lädt alle Interessenten zur Feier anlässlich des 120-jährigen Bestehens der Feuerwehr Quenhorn ins Landhaus Heitmann ein.
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Das soll mit Freunden, Verwandten und Bekannten zünftig gefeiert werden. „Wir haben in der Nachbarschaft schon Einladungen verteilt“, sagt der stellvertretende Zugführer Guido Hunkenschröder. Und deshalb erwarten er und 26 weitere Aktive guten Besuch, wenn passend zur Geburtstagsparty gelacht, getanzt, gegessen und getrunken wird.

 Es war im Jahr 1898, als sich Eingesessene aus den Bauerschaften Quenhorn, Groppel und Pixel trafen, um eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Der erste Löschzugführer Joseph Flamme scharte sieben Männer der ersten Stunde um sich. Die Ausrüstung in den ersten Jahren war spärlich. Die Feuerwehrleute mussten mit ein paar Hanfeimern und Feuerhaken auskommen, wenn Not am Mann war. Die erste Pferdespritze wurde im Jahr 1900 angeschafft und erfüllte ihre Dienste bis 1932.

Heute verfügt der Löschzug Quenhorn über drei Fahrzeuge, einen Anhänger und ein Schlauchboot – falls zum Beispiel in der Ems ein Mensch geborgen werden muss. Der Platz dafür, für weitere Ausrüstungsgegenstände und für die Kleidung der Rettungskräfte ist eng bemessen. Dass die Planungen für ein neues Gerätehaus an der Michael-Schule laufen und der Baubeginn für die zweite Jahreshälfte 2019 anvisiert ist, kann Guido Hunkenschröder deshalb nur begrüßen. „Außerdem muss unser 1980 angeschaffter Unimog ersetzt werden“, weist der 37-jährige Zimmermann auf einen weiteren Kostenpunkt hin, der sich wohl um 300 000 Euro bewegen dürfte.

Mit dem neuen Gerätehaus eröffnete sich auch die Chance, die reine Männerwirtschaft in der Feuerwehr Quenhorn zu beenden. „Wir haben hier ja keine Umkleiden oder sanitären Bereiche für Frauen“, weist Hunkenschröder darauf hin, dass Bewerbungen von weiblicher Seite erst nach Fertigstellung des größeren Gerätehauses Sinn ergäben, dann aber ausdrücklich erwünscht seien.

Zu tun gibt es für die ehrenamtlichen Kräfte von der Pixeler Straße 15 nach wie vor genug. Zum Beispiel im Januar, als das stürmische Wetter Bäume auf Straßen und Stromleitungen stürzen ließ. Oder während des heißen und dürren Sommers, als mehrere großflächige Brände auf Stoppelfeldern die Quenhorner Feuerwehrleute forderten. Dazu kommt alle zwei Wochen ein Übungsdienst für die Mannschaft. „Wir verbringen hier schon ein paar Stunden“, sagt der stellvertretende Zugführer untertreibend. Jetzt dürfen er und seine Mitstreiter aber erst mal feiern.

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