Meutejagd lockt in die Pixeler Heide
Bild: Inderlied
Schrittstrecke: Schleppenleger Frank Schmal-Gerwin (links) und Andreas Westlinning dicht gefolgt von der Meute.
Bild: Inderlied

 Rund 70 Reiter begrüßten der Vereinsvorsitzende Joachim Cramer und Jagdherr Egon Stiens zum Stelldichein auf Hof Borgmann. „Die Meutejagd lebt davon, dass man gemeinsam loszieht“, erklärte Cramer. Da eine Jagd auf lebende Tiere in Deutschland verboten ist, ähnelt die Veranstaltung einer Schnitzeljagd.

 Die Schleppenleger Andreas Westlinning und Frank Schmal-Gerwin vom Cappenberger Schleppjagdverein tröpfelten aus zwei Kanistern eine Duftspur aus Heringslake. Kaum waren die beiden aus der Sichtweite, wurden die speziell abgerichteten Foxhound-Jagdhunde der Cappenberger Meute von Huntsman Stephan Geldsetzer losgelassen. Dahinter preschten dann die knapp 70 Reiter in drei Feldern. Die Reihenfolge wurde gewechselt. „Jedes Feld soll einmal aus nächster Nähe die Hunde arbeiten sehen“, sagte Cramer.

Das erste Feld wurde von Jan Großekathöfer und Martin Grundmann angeführt, das zweite Feld von Thomas Klüsener und Norbert Loddenkemper. Das dritte Feld folgte Norbert Homeier, Hubert Hermesmeier und Norbert Dalter, sprang aber nicht über die Hindernisse.

Für Jagdatmosphäre sorgte das Jagdhornbläserkorps Hubertus Wiedenbrück, das die zahlreichen Zuschauer unterhielt, die dem Spektakel in Planwagen folgten. „Der Zuschauerzuspruch war größer als im vergangenen Jahr“, freute sich Westlinning. Die Reiter mussten eine 20 Kilometer lange Strecke mit 30 Hindernissen bewältigen. Über die Brocker Mühle bis kurz vor die Boomberge, zurück durch die Pixeler Heide zum Hof Stiens, wo ein Teich durchritten wurde. Ausgangspunkt war der Hof Borgmann, wo auch der Halali-Sprung die Jagd beendete.

Anschließend wurden Hunde und Reiter belohnt: Während sich die Hunde um das Curèe in Form eines Rinderpansen rissen und sich die Pferde über Möhren freuten, erhielten die Reiter einen Eichenbruch als Trophäe. Bis auf einen kleinen Zwischenfall beim Aufbruch, als ein Reiter vom Pferd fiel und sich eine Schulterprellung zuzog, sowie eine kleine Verletzung eines Pferdes, gab es keine Zwischenfälle. „Alle Reiter und Pferde sind wohlauf“, resümierte Westlinning. Auch der vom Pferd gefallene feierte anschließend beim Schwof auf Hof Borgmann bis in die Morgenstunden.

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