Minus 3,5 Millionen Euro Gewerbesteuer?
Bild: Schäfer
Nicht betroffen von den Gewerbesteuereinnahmen, die einbrechen werden, sind Projekte in der Kommune, die geplant oder bereits begonnen wurden. Beispielsweise der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Quenhorn, für den derzeit Bodenarbeiten laufen.
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Ein Griff in die Ausgleichsrücklage könnte den Rückgang nach Aussage des Verwaltungschefs kompensieren. Die größeren Gewerbesteuerzahler seien mit der Verwaltung im Gespräch. „Sorgen machen uns auch die Rückgänge der Einkommenssteuer, wenn viel Kurzarbeit umgesetzt wird“, so Diethelm.

Unternehmen bleibt oft keine Wahl

Den Unternehmen bleibe oft aber keine Wahl. „Wir sind aber zuversichtlich, dass viele, oft familiengeführte Firmen, wie in der Finanzkrise auch, ihre Mitarbeiter halten werden“, teilt Diethelm mit. Vorausgesetzt, die Krise werde sich nicht weiter verstärken.

Im Juni will sich die Gemeindeverwaltung die Ausfälle bei den Gewerbesteuern, der Umsatzsteuer und der Einkommenssteuer im Detail anschauen. Dann liegen mehr Zahlen vor, anhand derer das weitere Vorgehen überlegt wird.

Geplante und begonnene Bauprojekte werden umgesetzt

Und auch vor dem Hintergrund drohender Rückgänge bei den Einnahmen: Alle bereits geplanten und begonnenen Projekte, wie beispielsweise der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Quenhorn, würden umgesetzt.

Notwendige kommunalpolitische Entscheidungen würden aktuell per Dringlichkeitsentscheid getroffen. Wöchentlich gebe es laut Diethelm Telefonkonferenzen, an denen sein allgemeiner Vertreter Heinz-Dieter Wette sowie die Fraktionsvorsitzenden und Roland Stefan, als Einzelperson für die FDP im Rat, teilnehmen würden. Ruhig gehe es daher auch in Corona-Zeiten im Rathaus eher nicht zu.

Bürger klopfen an die Rathausfenster

An manchen Arbeitstagen würden insbesondere im Bürgerservice mehr telefonische Anfragen als an normalen Arbeitstagen eingehen. „Manche kommen auch einfach so vorbei und klopfen am Fenster oder klingeln.“ Nur dringende Angelegenheiten würden abgewickelt. Das Gros der Einwohner würde sich vorab am Telefon informieren. Falls notwendig, werde dann ein Termin vereinbart.

Vieles lasse sich aber auch einfach aufschieben, so Diethelm. Zahlreiche Fragen würde es zum Breitbandausbau geben. Nach wie vor persönlich abgeholt werden die Fritz-Boxen, sofern sie bei Vertragsunterzeichnung mit der Netzgesellschaft Herzebrock-Clarholz bestellt wurden. Weitere Anfragen würden sich um die Schließung des Recyclinghofs, wilden Müll, Fundsachen, das Herzebrocker Hallenbad, Personalausweise oder Bauakten drehen.

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