Möhlerstraße für Trecker freigegeben 
Bild: Schaefer
Künftig wird unter dem Schild 253 der Hinweis „Land- und forstwirtschaftlicher Verkehr ausgenommen“ hängen.
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Bei Stimmengleichheit gilt ein Vorschlag als abgelehnt. Derzeit ist die Befahrbarkeit auf der Möhlerstraße durch das Verkehrsschild Nummer 253 geregelt: ein Verbot für Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen einschließlich ihrer Anhänger und Zugmaschinen. Davon sind in der Regel auch moderne Maschinen der Landwirtschaft betroffen. Trotz Durchfahrverbots für große landwirtschaftliche Gespanne ist das Aufkommen Anliegern ein Dorn im Auge. Mehrfach haben sie in Anschreiben an die Verwaltung zu dem aus ihrer Sicht unzumutbaren Belastungen für Mensch und Straße – auch an den Wochenenden – Stellung genommen. Dabei beziehen sie sich ausdrücklich auf Fahrzeuge, die mit weit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht die Straße befahren.

Bereits im Juli hatte der Ausschuss für Verkehr, Sicherheit und Ordnung die Verwaltung gebeten, das Aufkommen des landwirtschaftlichen Verkehrs gemeinsam mit dem landwirtschaftlichen Ortsverband zu prüfen. Demnach werde die Möhlerstraße hauptsächlich zwischen Mitte Februar und Ende Oktober befahren. Nach Berechnungen kommt der Ortsverband zu dem Ergebnis, dass rund 500 Fahrzeuge im genannten Zeitraum den Weg über die Möhlerstraße nehmen.

„Die Sachlage ist doch mehr als eindeutig“, verwies Rolf Laumann als sachkundiger Bürger für die SPD auf die aktuelle gesetzliche Regelung. Bernhard Nickel (CDU) verwies darauf, dass sich die Größe der Fahrzeuge sicherlich verändert habe. „Aber dadurch hat sich auch die Anzahl der Fahrten verringert“.

„Wenn wir die Führung über die Kreuzung West forcieren, haben wir die langsamen Fahrzeuge auf der Bundesstraße“, gab Bernhard Nickel weiter zu bedenken. Da hakte Hans-Hermann Strickmann nach und wollte wissen, ob die Freigabe für den landwirtschaftlichen Verkehr am Wochenende aufgehoben werden könnte, was Fachbereichsleiter Wilhelm Towara allerdings „so nicht beantworten“ konnte.

Mit fünf Ja- und fünf Nein-Stimmen – Christian Kemper (FDP) enthielt sich – gab es die Patt-Situation bei der Abstimmung. Die Verwaltung wird jetzt das Straßenverkehrsamt um Ausführung des Beschlusses bitten. Künftig wird unter dem Schild 253 der Hinweis „Land- und forstwirtschaftlicher Verkehr ausgenommen“ hängen.

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