Mutmaßlicher Bankräuber sitzt in Haft
Archivbild: Darhoven
Am 23. April um 10.30 Uhr wurde die Sparkassenfiliale an der Debusstraße überfallen. Der mutmaßliche Bankräuber sitzt jetzt in Untersuchungshaft.
Archivbild: Darhoven

Der 39-jährige Heinsberger war am Freitag in Wegberg im Kreis Heinsberg festgenommen worden („Die Glocke“ berichtete). Wie die Polizei mitteilt, hatte das Landeskriminalamt nach einer Serie von 14 bewaffneten Überfällen auf Geldinstitute im gesamten Bundesgebiet von Anfang Oktober 2014 bis zum 12. März 2015 die Zuständigkeit für die zentralen Ermittlungen auf die Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss übertragen. Die Kommission „Brille“ wurde am 16. März 2015 eingerichtet. In der Folge kam es zu fünf weiteren Überfällen. Der letzte war der am 23. April in Herzebrock. A´

ufgrund von Presseveröffentlichungen mit Überwachungsbildern aus den betroffenen Geldinstituten kamen die Ermittler auf die Spur eines 43-Jährigen. Sein äußeres Erscheinungsbild stimmte jedoch nicht mit den Aufnahmen aus den Kameras überein. N

ach dem Überfall in Herzebrock erkannte die Polizei schnell Parallelen zu den zurückliegenden Raubstraftaten. Der 43-Jährige wurde verstärkt kontrolliert. An einem Drogenumschlagplatz in Mönchengladbach fanden Polizeibeamte bei ihm und einem 32-jährigen Begleiter eine Geldsumme, die vergleichbar mit der Beute aus dem Überfall in Herzebrock war. Die Scheine konnten eindeutig zugeordnet werden. Aufgrund des dringenden Tatverdachts nahm die Polizei die beiden Männer vorläufig fest. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der 32-Jährige mehrere der insgesamt 19 Überfälle verübt hat. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des 43-Jährigen fanden Kriminalbeamte außerdem mehrere Waffen.

Mit dem 39-Jährigen ermittelte die Polizei in den darauffolgenden Tagen einen dritten Verdächtigen. Bei seiner Vernehmungen räumte der Mann ein, bei mehreren Überfällen in den Banken gewesen zu sein. Der 43-Jährige bestreitet in seinen Vernehmungen jegliche Beteiligung. Ein Richter erließ Untersuchungshaftbefehle für alle drei Männer. Laut Polizeiangaben erbeuteten die Drei bei den 19 Raubüberfällen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland einen niedrigen sechsstelligen Bargeldbetrag.

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