Native-Speaker an Zumbusch-Realschule
Bild: Schäfer
Projektleiter Clifton Hunt aus Jamaika (6. v. l.) war einer von vier Englisch-Muttersprachlern, die die Spracherlebniswoche für die Zehntklässler der Von-Zumbusch-Realschule möglich machte.
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Vier Native Speaker sind in den beiden zehnten Klassen zu Gast. Nachdem sich die Jugendlichen ein Portfolio zu den Gegenständen des Schulalltags erarbeitet hatten, galt es die technische Neuerung den Klassenkollegen zu erläutern. Nachfragen waren erlaubt und Clifton Hunt aus Jamaika hakte auch bei Details nach. Ob er denn Rabatt bekomme, wenn er gleich mehrere „Captain Hooks“ bestelle, wollte er wissen. Ein deutliches Nein mit kurzer Erläuterung war die Antwort – selbstverständlich auf Englisch.

„Da die vier Muttersprachler nur für drei Tage im Ort sind, haben wir auf Kochen, Ausflüge und Sport verzichtet“, sagt Rektorin Kornelia Wilken-Klocke. Dafür gab es jeden Tag von 8 bis 13.20 Uhr Sprach- und Rollenspiele, die das Hörverstehen und die Sprachkompetenz ausbauen sollen.

Sozusagen „just in time“: Direkt nach Abschluss des Projekts standen die mündlichen Prüfungen in Englisch für die zehnten Klassen auf dem Plan. „Da liegt der Schwerpunkt beim Sprechen“, sagte Englischlehrer Simon Siebolds. Rektorin und Englischlehrer begrüßten die direkte Abfolge von Projekt und Prüfung. Sie sahen die Native-Speaker-Zeit als gute, nochmalige Vorbereitung für das freie Sprechen.

Aufgeteilt in vier Gruppen ging es für die Schüler an die Arbeit: Mit dabei Projektleiter Clifton Hunt aus Jamaika, Martin Nicholls aus England, Phil Gamble aus Amerika sowie Ibrahima Ndoye aus dem Senegal. „Die Mitarbeiter rotieren durch die Gruppen“, so Siebolds. Das brachte nicht nur Abwechslung in die Inhalte zu Länderinformationen, sondern natürlich auch einen jeweils anderen Slang des Englischen. „Jemanden aus Liverpool zu hören und zu verstehen, ist schon anders, als das Schulenglisch umzusetzen“, stellte der Englisch-Lehrer fest.

Die Realschüler zeigten sich von dem Projekt mit den Native Speakern „schwer begeistert“, so Kornelia Wilken-Klocke zu ersten Rückmeldungen. Das läge sicherlich auch daran, dass sie die Stunden losgelöst von Noten und Notizen durch die Lehrer erlebt hätten. „Wenn wir hinten sitzen und teilnehmen würden, dann hätte das wieder etwas von Supervision“, so die Schulleiterin. Und eben das wäre nicht zielführend bei dem Sprachprojekt gewesen. Finanzielle Unterstützung gab es erneut vom Verein der Freunde und Förderer der Realschule. 3000 Euro kamen von dieser Seite als Zuschuss.

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