Neubau im Herzebrocker Ortszentrum
Ein neues Gesicht könnte das Ortszentrum von Herzebrock bekommen. An der Ecke Uthofstraße/Debusstraße soll, die gesamte Altbebauung abgerissen werden und in zwei Abschnitten ein Neubau entstehen. Die Gemeindeverwaltung spricht von einem „positiven Gesamtkonzept“.

 In erster Linie geht es dabei um die Bebauung entlang der Debusstraße. „Für Fußgänger, Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen wäre sie eine Katastrophe“, sagte CDU-Ratsherr Heinz Jakobsmeier. Aufgrund der teilweise vorgezogenen giebelständigen Querhäuser die sogar die fordere Baugrenze überschreiten, ähnele der Gehweg einem Slalomparcours. Der Ausschuss schlug für die Giebelhäuser eine Überbauung mit Arkaden im Erdgeschoss vor, unter denen der Gehweg verlaufen könne.

Abgesehen davon waren die Ausschussmitglieder von den Planungen angetan. Das Bauvorhaben soll in zwei Bauabschnitte gegliedert werden. Der erste Teil betrifft die Ecksituation Uthofstraße/Debusstraße. Dort besteht bereits ein konkretes Nutzungskonzept eines Trägers sozialer Einrichtungen und Dienstleistungen. Im Erdgeschoss ist vorgesehen, eine Tagespflegeeinrichtung zu betreiben. Die beiden Obergeschosse sollen für betreutes Wohnen beziehungsweise Seniorenwohngemeinschaften genutzt werden. „Direkt im Ortszentrum ist das eine tolle Sache und grundsätzlich zu begrüßen“, sagte UWG-Ratsfrau Jutta Jostkleigrewe-Vielstädte.

Die architektonische Besonderheit besteht darin, dass die Dachgeschosse in großen Teilen nicht wie im Bebauungsplan vorgesehen als Satteldach, sondern als Mansarddach mit integrierten Dachgauben ausgebildet werden. Die so geplante Gestaltung bringe eine optimierte Nutzungsmöglichkeit des Dachgeschosses mit sich und bilde einen reizvollen Kontrast zu den bisher vorherrschenden Satteldachformen in Herzebrock-Mitte, heißt es in einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung.

Wenn die gewünschten Änderungen erfolgt sind, soll der Plan im Ausschuss wieder vorgelegt werden. Dann wollen die Mitglieder dem Entwurf zustimmen.

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