Neue Lüftung und Heizung für Sporthalle
Bild: Schäfer
Machten sich ein Bild von der Situation in der Dreifachsporthalle: (v. l.) Heike Koenig (Gebäudemanagement der Gemeinde), Michael Landwehr (Hunkenschröder und Landwehr), Ursula Langer-Theis (Gebäudemanagement), Planer Markus Hense, RWE-Kommunalberater Manfred Rickhoff und Bürgermeister Jürgen Lohmann.
Bild: Schäfer

Drei 38 Jahre alte Zentralgeräte für die Lüftung sind in der Zwischendecke des Hallenraums untergebracht – und werden demnächst demontiert. Derzeit allerdings sorgt die Zimmerei Hunkenschröder und Landwehr erst einmal für begehbare Laufwege in dem Bereich, um die Arbeiten überhaupt zu ermöglichen. Ist die Begehbarkeit gesichert, folgen die nächsten Schritte. Für die Wärme- und Frischluftversorgung in der Halle wird eine Lüftungsanlage mit einer Deckenstrahlheizung kombiniert. Wobei diese Heizungstechnik bereits in der Sporthalle Bolandschule zum Einsatz kommt, erläuterte Bürgermeister Jürgen Lohmann. Die weißen Heizelemente in Größen zwischen 0,6 bis 0,9 mal 6 Meter werden an Trapezblechen montiert: Zwischen Lichtkuppeln und der Bestandsbeleuchtung, die erst vor wenigen Jahren montiert wurde, informierte mit Markus Hense der zuständige Projektleiter. Anders als bisher werden Heizung und Be- sowie Entlüftung jetzt getrennt. Unter anderem werde – vereinfacht gesagt – mittels Löchern in der Fassade für eine natürliche Zirkulation gesorgt, so Hense. „Auf dem Hallendach wird ein Zuluftgerät installiert“, so Hense. Das ermögliche eine direkte Luftzufuhr. „Insbesondere wenn viele Zuschauer da sind“, fügte Lohmann hinzu.

Ursula Langer-Theis vom Gebäudemanagement der Gemeinde freut sich, so allein beim Energieverbrauch in puncto Wärme rund 34 000 Kilowattstunden, was 18,5 Prozent entspricht, einsparen zu können. Beim Stromverbrauch wurde eine Einsparpotenzial von mehr als 40 Prozent errechnet. Erneuert wird auch die Lüftung in den Nebenräumen. Dort wird das alte Gerät durch eine Zu- und Abluftanlage mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von 85 Prozent ersetzt. Um eine bedarfsorientierte Regelung der Lüftungen zu ermöglichen, wird die Steuer- und Regeltechnik erneuert.

An den Arbeiten beteiligt sind Unternehmen aus der Region. Außer der Zimmererei Hunkenschröder und Landwehr noch Elektro Ruthmann aus Herzebrock-Clarholz, Kahmann aus Gütersloh sowie die Firma Kissing aus Gütersloh, die auch vor Jahrzehnten bereits mit Arbeiten in der Sporthalle beauftragt war.

Insgesamt schlägt die Sanierung der Lüftungs- und Heizungstechnik in der Herzebrocker Dreifachsporthalle mit 329 000 Euro zu Buch. Unterstützung erhält die Gemeinde bei der Finanzierung durch die RWE. Das Unternehmen unterstützt das Projekt mit 50 000 Euro im Rahmen des Förderprogramms Kommunales Energie Konzept. „Das ist ein klassisches Energieeffizienz-Projekt“, freute sich RWE-Kommunalbetreuer Manfred Rickhoff über die Umsetzung. Und Bürgermeister Jürgen Lohmann dankte seinerseits für die Unterstützung, die zukunftweisende Energietechnik in einem Gebäude der Gemeinde voranbringe. Bereits beim Bau der Mensa im Schulzentrum hatte RWE die Lüftung mit 35 000 Euro gefördert. und die Kommune erhält weitere Fördermittel: Über die Nationale Klimainitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gibt es einen Zuschuss von 25 Prozent der Baukosten für die Erneuerung der Lüftungsanlage in den Nebenräumen.

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