Originalbüste findet Platz im Museum
Bild: Petermeier
Stolz präsentierte der Vorstand des Herzebrocker Heimatvereins am Samstag die erste originale Marmorbüste von Caspar von Zumbusch im gleichnamigen Museum: (v. l.) Karlheinz Buddenbrock, Hans-Bernhard Vielstädte und Hans-Hermann Strickmann. Vor sieben Monaten konnte der Verein diese auf einer Münchner Auktion ersteigern.
Bild: Petermeier

Am Samstag hat Hans-Hermann Strickmann, Vorsitzender des Herzebrocker Heimatvereins, sieben Monate nach der Ersteigerung die erste originale Marmorbüste des Herzebrocker Bildhauers im Zumbusch-Museum enthüllt.

Seit der Eröffnung des Museums war der Heimatverein auf der Suche nach einem Original für die Sammlung. Während Bücher, Hefte und Postkarten aus dem Leben Zumbuschs immer mal wieder gefunden wurden und die Sammlung erweiterten, war die Suche nach einer Statue eine größere Hürde.

Den Großteil der Exponate, die im Von-Zumbusch-Museum zu sehen sind, bilden Gipsabgüsse. Anlässlich des 150. Geburtstags Caspar von Zumbuschs fanden sich 1980 zahlreiche Kunstbegeisterte ein und brachten Originalbüsten des Bildhauers mit. Von diesen wurden die noch heute ausgestellten Abgüsse erstellt.

Der zweite Archivar des Herzebrocker Heimatvereins Hans-Bernhard Vielstädte recherchierte, damit das Museum nicht ohne ein Original auskommen muss. Im März dieses Jahres ergab sich die Gelegenheit: Im Rahmen einer Münchner Auktion stand die Büste mit dem Titel „Der feine Herr“ zur Versteigerung.

„Wir haben kurzfristig eine Sondersitzung einberufen, um unseren Höchstpreis für die Auktion festzulegen“, erinnerte sich Strickmann, ohne das Ergebnis zu nennen. Am 24. März war es soweit: „Bei der Auktion wurden mehrere 1000 Stücke versteigert – auch Schmuck war dabei. Wenn schon Ketten oder Ringe für eine Million Euro verkauft werden, steigt die Nervosität“, so Vielstädte.

Auch für Hans-Hermann Strickmann war die Situation am Telefon während der Auktion eine besondere, denn als die 52 Zentimeter große Büste an der Reihe war, konnten sie ihrem Mitbieter nicht in die Augen sehen. Das Einstiegsgebot lag bei 1500 Euro. Am Ende erhielt der Heimatverein für 4600 Euro den Zuschlag.

Für die Kosten kam ein Herzebrocker Sponsor auf, der als Kunstbegeisterter den Heimatverein unterstützen wollte. Genannt werden möchte er nicht. „Wir hätten es finanziell gar nicht alleine stemmen können“, so Strickmann. Weitere Unterstützung bekam der Heimatverein von einer Herzebrocker Firma, die sich um den Transport kümmerte.

Ausführlicher Bericht am Montag in der „Glocke“.

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