Oscar-Glanz strahlt auf Herzebrocker ab
Daniel Steiner ist in "Grand Hotel Budapest" in der Rolle des Hotel-Pagen Anatole zu sehen. Für den aus Herzebrock stammenden Schauspieler war der Dreh mit Hollywood-Stars wie Jeff Goldblum, Edward Norton, Owen Wilson, Jude Law und Tilda Swinton eine außergewöhnliche Erfahrung.

Er spielt in dem Film den Hotelpagen Anatole. Zwar war das im den nun hochdekorierten Streifen eher eine Nebenrolle, für den 41-Jährigen aber eine ungeheure Erfahrung. Schließlich saß er während der Dreharbeiten (2013 in Görlitz) gemeinsam mit Ralph Fiennes, der unter anderem Harry Potters leibhaftigem Albtraum Voldemort verkörperte, in der Maske. Und ein täglicher Plausch mit Hollywood-Helden wie Jeff Goldblum, Edward Norton, Owen Wilson, Jude Law und Tilda Swinton ist ja nun auch nicht gerade selbstverständlich.

Nachdem Daniel Steiner an der Universität Leeds sein Broadcasting-Studium 1996 mit einem Bachelor abschloss und einige Praktika und Produktionsassistenzen beim englischen Film und Fernsehen absolvierte, studierte er von 1997 bis 2003 an der Filmakademie Baden-Württemberg Werbefilm-Regie. Er beendete sein Studium mit Diplom.

Der Film „Grand Budapest Hotel“ wurde mit vier Academy Awards in den Kategorien Produktionsdesign, Kostümdesign, Make-up/Frisur sowie Filmmusik ausgezeichnet. Vor den Oscars hatte „Grand Budapest Hotel“ bereits einen Berlinale-Bären, einen Golden Globe und weitere Auszeichnungen erhalten.

 Als Schauspieler war Daniel Steiner in diversen Werbespots und einigen deutschen Blockbustern zu sehen. Seit 2012 spielt der Wahl-Berliner die Rolle des Laboranten Lorenz Rettig in der Fernsehserie Soko Leipzig. Der gebürtige Herzebrocker ist nicht der einzige, der über den Oscar-Erfolg von „Grand Budapest Hotel“ jubelt. „Wir sind stolz, dass wir als Mitverantwortliche den Look des Filmes positiv beeinflussen und die Filmtradition und das Handwerk von Babelsberg auf hohem internationalen Niveau einbringen konnten“, sagte Christoph Fisser, Studiovorstand und ausführender Produzent. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) betonte: „Dieser Erfolg zeigt einmal mehr den hohen Rang und das weltweite Ansehen unserer Filmregion.“

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