Partyüberreste aus der Natur gefischt
Foto: Grund
Sind zufrieden mit der regen Beteiligung bei der Aktion „Saubere Landschaft“: (v. r.) Gaby Höft, Ulrich Westermann sowie Bernhard Sandfort und Gregor Ahlke (beide Malteser).
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 Gaby Höft hat die gemeinschaftliche Reinigungsaktion in Herzebrock-Clarholz organisiert. Insgesamt 28 Vereine, Gruppen sowie Teilnehmer aus Nachbarschaften, Familien und Freundeskreisen haben sich – unter Beachtung der aktuellen Corona-Schutzverordnung – viele Stunden auf den Weg gemacht, um die Natur vom rücksichtslos entsorgen Müll zu säubern. 

Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten bilden ein Team

Das war erlaubt: Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten durften in einem Team unterwegs sein. Um keine bereits nistenden Tiere zu stören, durfte der Müll nur an Wegesrändern, Straßengräben und innerhalb der Ortschaften eingesammelt werden. Animiert vom Wunsch nach einem sauberen Wohnumfeld haben die Teilnehmer mehrere Stunden – mit Handschuhen und Zangen ausstaffiert – Müll und Unrat aus der Natur gefischt. Dabei trotzten viele Teilnehmer den teils heftigen Regenschauern. 

Viele Schnapsflaschen eingesammelt

Vor allem Haushaltsmüll und Flaschen, insbesondere Schnapsflaschen, wurden von den Helfern eingesammelt. Maria Schürmann, Annette Gehrmann, Mechthild Düpjohann und Ursula Klasmann waren für den Heimatverein Clarholz am Start. Die Frauen waren zwei Stunden lang an der Greffener Straße und am Hütemersch unterwegs. An der alten Kläranlage fanden sie nicht nur ein altes Blech und verrosteten Stacheldraht. „Wir haben außer Haushaltsmüll auch eine Tüte voller Partyüberreste mit Flaschen und Bechern aufgesammelt. Ich weiß gar nicht, was die Menschen alles so entsorgen. Kann man das nicht in dem Mülleimer werfen? Das ist nicht zu fassen“, ärgerte sich Maria Schürmann, um dann voller Elan weiterzusammeln.

Auffällig viele Schutzmasken gefunden

Ulrich Schrader und Paul Tegelkamp von der SPD Herzebrock-Clarholz fanden auffällig viele Schutzmasken, unzählige Schnapsflaschen, Haushaltsmüll und noch original verpackte Lebensmittel. Sie waren im Bereich Postweg und Schomäckerstraße im Einsatz. 

Aber auch Sperrmüll, eine Kaffeemaschine sowie eine in Pixel entsorgte Matratze gehören nicht in die Natur, sondern in die Hände von Bauhofmitarbeiter Ulrich Westermann. Er nahm die angelieferten Müllberge des ehrenamtlichen Reinigungspersonals am Samstagvormittag entgegen.

Wildblumensamen als Dankeschön

 Für die Helfer gab es von Gabriele Höft als kleinen Dank für den Einsatz Beutel mit Wildblumensamen. „Schön ist, dass sich diesmal deutlich mehr Familien beteiligt haben“, so Gaby Höft. 

Sie vermutet, dass das Müllaufkommen in diesem Jahr geringer ausfällt, weil keine Veranstaltungen stattfinden würden, die Menschen einfach häufiger zu Hause seien und das Bewusstsein für den Umweltschutz gestiegen sei. Einen Dank zollte die Organisatorin der Aktion „Saubere Landschaft“ auch den Ehrenamtlichen von den Maltesern. Sie standen für eventuelle Notfälle oder medizinische Versorgungen am Bauhof bereit.

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