Pastor Kuderas Stelle bleibt unbesetzt
Archivbild: Schäfer
Wird nicht mehr nach St. Christina zurückkehren: Pastor Johannes Kudera war seit Dezember 2010 Pastor in Herzebrock. Das Foto zeigt ihn nach seinem Amtsantritt im Pfarrhaus.
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Die dadurch freiwerdende Stelle wird nicht wieder besetzt. „In den vergangenen Wochen hat es einen intensiven Beratungs- und Dialogprozess gegeben, an dessen Ende nun die Entscheidung steht, dass Pastor Kudera seine Aufgabe als Pastor im Pastoralen Raum Rheda-Herzbrock-Clarholz künftig nicht wieder aufnehmen wird“, schreibt Domkapitular Monsignore Andreas Kurte, Leiter der Zentralabteilung Pastorales Personal im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn.

Pastor Kudera lebe derzeit im Konvent eines Klosters und werde dort von einem Seelsorger bei der Klärung seiner beruflichen und privaten Zukunft begleitet. Dieser persönliche Klärungsprozess sei noch nicht abgeschlossen. Somit könne es derzeit keine weiteren Auskünfte geben.

Kurte bedauert die Entwicklung, schreibt aber auch: „Es ist unsere feste Überzeugung, dass das Pastoralteam zusammen mit den Gremien im Pastoralen Raum fundierte Lösungen finden und tragfähige Entscheidungen treffen wird, die in allen Gemeinden eine verlässliche und verbindliche Pastoral sicherstellen.“

Dort wird die Entscheidung aus Paderborn, die Stelle nicht wieder zu besetzen kritisch gesehen. Das Pastoralteam gerate dadurch „endgültig an den Rand der Handlungsunfähigkeit“, heißt es in einem Informationsblatt, das jetzt in den Pfarrkirchen ausliegt. „Einschließlich der Vikare in Herzebrock und Clarholz sowie der Pensionäre in Rheda standen uns noch vor wenigen Jahren zehn Priester zur Verfügung. Nun bleiben noch vier.“ Bei den Gemeindereferentinnen seien statt 3,5 nur noch 2,25 Stellen besetzt.

„Wir weisen darauf hin, dass bei kurzfristiger Erkrankung eines Priesters die jeweils für diesen Priester vorgesehene Eucharistiefeier durch eine Wortgottesfeier ohne Kommunionausteilung ersetzt werden muss“, schreibt das Pastoralteam. „Eine Übernahme durch einen anderen Priester ist angesichts der zeitgleich angesetzten Gottesdienste nicht möglich.“

Mittel- und langfristig würden Laien ehrenamtlich auch den Beerdigungs-, Tauf- und Traudienst übernehmen müssen. „Entsprechende Beauftragungen durch den Erzbischof werden wir nach erfolgter gründlicher Vorbereitung in Paderborn erbitten.“ Das Pastoralteam ruft außerdem dazu auf, bei Trauungen und Taufen „über den eigenen Kirchturm hinauszublicken“ und eventuell in einer anderen Kirche zu feiern.

Das Pastoralteam hat eine Gottesdienstordnung erstellt, die bis auf Weiteres gelten soll: Die Vorabendmesse in St. Christina beginnt ab dem ersten Adventswochenende (26. November) immer um 17 Uhr, damit der zelebrierende Priester ohne zeitlichen Druck auch die Vorabendmesse in Clarholz ab 18.30 Uhr feiern kann. Die Ordnung der Sonntagmessen bleibt bestehen. Sollten aber nur zwei Priester einsetzbar sein, wird samstags ab 17 Uhr Vorabendmesse in St. Christina und sonntags ab 8.30 Uhr Heilige Messe in Clarholz gefeiert.

Die Heiligen Messen mittwochs und freitags ab 8 Uhr in St. Christina entfallen. Die Schulgottesdienste werden als Wortgottesdienst in den Einrichtungen gefeiert. Die Weihnachtsvesper in St. Christina am ersten Weihnachtstag wird von 14.30 auf 17 Uhr verlegt. Die Ostervesper in St. Christina entfällt.

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