Pfarrer Thorsten Maruschke begrüßt
Bild: Reinhardt
Im Kreis der Presbyter vor dem Altar in der Herzebrocker Kreuzkirche: (v. l.) Anke Poon-Hebenstreit, Andreas Robert Küker, Jörg Braaksma, Thorsten Maruschke, Detlef Nippert, Marco Beuermann und Birgit Strotmann.
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Er soll bleiben, bis die Pfarrstelle in der Versöhungskirchengemeinde endgültig neu besetzt wird. Am Sonntag wurde der gebürtige Münsterländer in einem Gottesdienst in der Herzebrocker Kreuzkirche begrüßt. Der Empfang war herzlich.

„Alle sind begeistert“, fasste eine Gottesdienstbesucherin beim Kirchencafé zusammen. Thorsten Maruschke musste viele Hände schütteln und bekam gute Wünsche mit auf den Weg. „Willkommen. Wir hoffen, dass Sie sich wohlfühlen“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin, Jutta Jostkleigrewe-Vielstädte. Und der neue Pfarrer, der eingestand, vor seiner ersten Predigt in der neuen Gemeinde ganz schön nervös gewesen zu sein, freute sich bei so viel Herzlichkeit sichtlich: „Da kann ja nichts mehr passieren“, sagte er lachend.

Zuvor hatte Pfarrer Marco Beuermann Thorsten Maruschke im Gottesdienst gesegnet und gemeinsam mit den Herzebrock-Clarholzer Presbytern begrüßt. Aus seiner Predigt erfuhren die Gemeindeglieder in der voll besetzten Kirche dann, dass sich Thorsten Maruschke in der vergangenen Woche einer schmerzhaften Zahnbehandlung hatte unterziehen müssen. „Seien Sie deshalb freundlich zum neuen Pfarrer“, sagte Maruschke mit einem Augenzwinkern. Mit der Episode aus der Zahnarzt-Praxis gelang es ihm aber sogar, einen Bogen zu Gott zu spannen. Von dem könne man nur in Bildern sprechen. „Aber wir können Gott nicht nur mit einem einzigen Bild einfangen. Wir brauchen mehrere Gottesbilder“, sagte der Pfarrer. So könne man sich Gott auch in Gestalt eines Arztes vorstellen, den man nah an sich heranlassen müsse, damit er heilen könne.

Der 34-Jährige ist in Schöppingen im Münsterland aufgewachsen und besuchte in Ahaus das bischöfliche Gymnasium. Nach dem Abitur konvertierte er zum evangelischen Glauben und studierte Theologie in Münster. Sein Vikariat absolvierte er zunächst für zwei Jahre in Bielefeld Quelle und dann für ein Jahr mit einem Spezialauftrag an der Führungsakademie für Kirche und Diakonie in Berlin. Seit einem Jahr arbeitete er in Berlin für die Evangelische Kirche in Deutschland und außerdem an seiner Promotion.

Die Landeskirche schickte ihn jetzt zum Entsendungsdienst nach Westfalen. Diese Probezeit ist auf zwei Jahre festgelegt. „Erst danach bin anstellungs- und bewerbungsfähig“, so Thorsten Maruschke. Es war sein persönlicher Wunsch, in den Kirchenkreis Gütersloh entsandt zu werden.

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