Pfarrer und Bildhauer sind Namensgeber
Bild: Schäfer
Wilhelm-Tophinke-Ring und Pfarrer-Brockmann-Weg sollen die Straßen im Clarholzer Neubaugebiet Feldbusch-Ost heißen.
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Auch zu den Hintergründen der Namensgeber informierte der Heimatverein die Ausschussmitglieder. Bildhauer Wilhelm Tophinke wurde am 28. September 1892 in Clarholz geboren. Nach dem Abschluss der Volksschule erhielt er seine Ausbildung in den Kunstwerkstätten des Wiedenbrücker Bildhauers Heinrich Hartmann. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte er an der Akademie für bildende Künste in München. Er schuf unter anderem die Kreuze auf dem Friedhof in Clarholz und auf dem Domherrenfriedhof in Köln, den Kreuzweg in der Stromberger Pfarrkirche und der Weltfriedenskirche in Hiroshima sowie den Marienbrunnen auf dem Oelder Marktplatz.

Wilhelm Tophinke starb im Mai 1961 in Brühl und ist dort auch auf dem Friedhof begraben.

Pfarrer Josef Brockmann wurde im August 1903 in Paderborn geboren. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1932 war er zunächst fünf Jahre als Vikar in Herne-Sodingen. Elf Jahre betreute er in der sächsischen Diaspora im Raum Halle/Leipzig annähernd 90 Ortschaften als Pfarrer. Seit 1948 wirkte er in Bochum-Langendreer. 1951 wurde er zum Pfarrer in Clarholz ernannt. Dort wirkte er 29 Jahre bis zu seinem Tod.

Seine Amtszeit in Clarholz zeichnet sich durch eine umfangreiche Bautätigkeit aus; dazu gehörten die Restauration St.-Laurentius-Kirche, der Bau des Raphael-Kindergartens, die Erweiterung des Friedhofs, der Bau des Altenwohnheims, der Umbau des Jugendzentrums zur Bücherei, die Renovierung der Kirchenorgel, die Sanierung des Pastorats mit Umbau zum Pfarrzentrum sowie der Bau des Marienbrunnens.

Pfarrer Josef Brockmann starb im April 1980 und ist auf dem Clarholzer Friedhof begraben.

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