Plan ist ein Buch mit sieben Siegeln
Egal für welche Verkehrsführung sich die Kommunalpolitiker entscheiden: Aus Planungssicht müssten die Aufmündungen der Kirchstraße – hier auf die Holzhofstraße - wieder erweitert werden, nachdem sie Anfang der 90er-Jahre verengt wurden.

Einer von mehreren Punkten für Ratsherr Albert Waltermann (CDU), einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens zu stellen, der mehrheitlich abgelehnt wurde: mit sieben Ja-Stimmen der Christdemokraten und acht Nein-Stimmen der weiteren Fraktionen. Ein Offenlegungsbeschluss konnte auch noch nicht gefasst werden: Dazu hapert es derzeit an mehreren Gutachten. Sie sollen unter anderem zum Schallschutz mit Blick auf die verschiedenen Erschließungsszenarien erstellt werden. Und da durch die geplante Neuansiedlung des Rewe-Markts der Umsatzbedarf weit über das vorhandene örtliche Potenzial hinausgehen dürfte, müssen die Auswirkungen auf Nachbarkommunen ebenfalls gutachterlich untersucht werden. Offen ist zudem die Frage der Nutzung von weiteren Betriebsflächen im Plan. Und zu guter Letzt muss sich das Gremium auf eine Form der Erschließung und verkehrliche Anbindung einigen.

Belastungen bei allen Varianten

 Zwar hat der Planungsausschuss einige der Einwendungen und Anregungen aus der frühzeitgen Beteiligung bereits abhandeln können, doch in Sachen Erschließung bestand Informationsbedarf. Ralf Düspohl zeigte für das Gelände Abbindungen, Einbahnregelungen, Beschränkung auf fußläufige Verbindungen sowie beschränkte Ein- und Ausfahrten auf. „Es zeigt sich, dass es bei allen Varianten für das nachgeordnete Netz zusätzliche Belastungen geben wird“, so der Planer.

Damit sind die umliegenden Wohnbereiche an der Von-Steinfurt-Straße, Wulfbrede und Kirchstraße gemeint. Besonders betroffen werde die Kirchstraße, die in allen Fällen mit einer Zunahme von rund 70 Fahrzeugen pro Stunde in der Spitze rechnen müsse. „Es bleibt abzuwägen, ob das mit den bisher verfolgten Zielen in Einklang zu bringen ist.“ Unter anderem mit dem verkehrsberuhigendem Ausbau Anfang der 90er-Jahre. Düspohl empfahl zumindest den Rückbau der Kirchstraße in den Einmündungsbereichen. Ob diese Maßnahme dazu führt, dass die Gemeinde Fördergelder zurückzahlen muss, die damals für den Umbau geflossen sind, sei abzuklären, sagte Fachbereichsleiter Karl-Hermann Schlepphorst.

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