Planer füllt Konzept mit Leben und Fotos
Bild: Schäfer
Eine umfassende Fotodokumentation erstellt derzeit Stadtplaner Roger Loh im Herzebrocker Untersuchungsgebiet. Das reicht grob von der Gesamtschule bis zum Bahnhofsumfeld.
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Die Bestandsanalyse läuft: Und das wortwörtlich. Roger Loh ist zu Fuß unterwegs, die kleine Kamera legt er auf den Strecken durch den Ort kaum aus der Hand. Der 41-Jährige startet am Rathaus, quert später die Bundesstraße und begutachtet unter anderem den Bahnhofsbereich. Schon nach wenigen Minuten hat er Dutzende von Aufnahmen gemacht – und Ideen im Kopf. Der Stadtplaner schaut anders auf Herzebrock, als Einheimische das vielleicht tun.

 „Das kann nicht der Anspruch sein“, sagt er und blickt auf eine Seite der Bundesstraße, die auf einigen Metern von einem baufälligen Sichtschutzzaun und Werbebanner geprägt ist. „Hier fahren täglich tausende Menschen entlang“, so Loh. Viele würden diesen wohl eher unschönen Anblick stets mit Herzebrock verbinden. Die Frage ist: Will man das?

Spontan fällt dem Fachmann auch etwas zum Haus der Diakonie an der Blumenstraße ein. Zwar sei das Gebäude einige Meter zurückgesetzt, aber die Hecke schaffe im Zusammenspiel mit den Bäumen eine Raumkante – das sei positiv. „Und zudem sind heimische Pflanzen für die Hecke gesetzt worden“, bemerkt Roger Loh. Im Überblick sei es so, dass eine Seite der Clarholzer Straße (B 64) recht homogen, die andere ziemlich heterogen gestaltet sei.

Zwei Büros teilen sich die Themen

 Roger Loh macht auf den schrägen Verlauf einer Hauswand aufmerksam. „Die ist vermutlich aufgrund des Kurvenverlaufs der Bundesstraße so entstanden“, sagt er und geht mit zügigen Schritten weiter. Um wenige Meter später erneut den Fotoapparat zu zücken. Roger Loh arbeitet für das Rheda-Wiedenbrücker Büro Tischmann Loh. Gemeinsam mit der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft aus Bielefeld ist es für die Bestandsanalyse zuständig. „Wir haben natürlich das gleiche Untersuchungsgebiet“, so Loh. Aber inhaltlich haben sich die Büros aufgeteilt: Die Bielefelder übernehmen die Themen Nutzung und Gebäudebestand, die Rheda-Wiedenbrücker den Stadtraum und die Mobilität.

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