Politik lehnt mehr Wohnungen ab
Bild: Schäfer
Als grüne Wiese liegen derzeit noch drei unbebaute Grundstücke am Rand des Baugebiets Prickartzweg/Feldbusch. Einer von den Eigentümern gewünschten Erhöhung der Wohneinheiten stimmte der Planungsausschuss nicht zu.
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Annähernd alle Grundstücke in dem Gebiet sind bebaut. Bis auf drei, die sich am nordwestlichen Rand befinden. Dort sollten nach Vorstellung der Eigentümer insgesamt bis zu 14 Wohnungen entstehen – vorausgesetzt, die Politik stimmt einer notwendigen Änderung des Bebauungsplans zu. Das hat sie nicht. „Wir können dem Antrag aus Grundsätzen der Gleichbehandlung nicht folgen“, sagte Bürgermeister Marco Diethelm (CDU) am Montagabend. Und bezog sich unter anderem auf einen anderen Antrag aus dem Baugebiet, der ebenfalls die Erhöhung der Wohneinheiten zum Inhalt hatte und mit Verweis auf die Festsetzungen im Bebauungsplan abgelehnt worden war. In der Sitzung wies Karl-Hermann Schlepphorst als Fachbereichsleiter darauf hin, dass die Eigentümer nicht an die heutige Aufteilung der Grundstücke gebunden sind. Nach seinen vorsichtigen Schätzungen sei auf der Fläche – alle drei Grundstücke zählen zusammen rund 1900 Quadratmeter – der Bau von vier bis fünf Einzelhäusern möglich. „Wir haben doch gelernt, dass, wenn wir die Anzahl von Wohneinheiten erhöhen, es immer latent Ärger gibt“, sagte CDU-Fraktionssprecher Bernhard Petermann. „Es gibt Gestaltungsspielraum, auch ohne dass wir etwas ändern.“ Das müsse reichen, so Petermann.

 Die Pläne der Bauherrengemeinschaft hatten auch zahlreiche Anlieger aus dem Baugebiet auf den Plan gerufen. Sie lehnten das Ansinnen zur Erhöhung der Wohneinheiten in einem Schreiben vehement ab. Unter anderem aufgrund der Stellplatzsituation. Sie kritisierten allerdings auch eine mangelende Kommunikation durch die Verwaltung. Denn schon bei einer Anliegerversammlung vor zwei Wochen zum Straßenendausbau hätte die Gemeinde den Antrag auf Änderung des Bebauungsplans Prickartzweg/Feldbusch bereits vorliegen gehabt – und nichts dazu gesagt. „Wir konnten, wollten und durften das mit Ihnen nicht diskutieren“, wandte sich Schlepphorst an die Unterzeichner, von denen viele in die Sitzung gekommen waren. „Dazu müssen wir erst politische Beschlüsse abwarten“, erklärte der Rathausmitarbeiter das Vorgehen.

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