Preisgeld kommt Behinderten zugute
Bild: Ibeler
Preisübergabe: (hinten v. l.) der Vorsitzende des Bau- und Umweltausschusses, Albert Waltermann, Bürgermeister Jürgen Lohmann, Schulleiterin Claudia Strässer, Manfred Rickhaus von den RWE, Josef und Petra Claas sowie (vorn v. l.) Jannis Rose, Maral Berglar, Charlotte Göller und Amelie Meimann.
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Sie spendet ihr Preisgeld für ein Wohnprojekt, das Kinder mit einer beeinträchtigung durch Spina bifida fördert. Der Bau- und Umweltausschuss hatte entschieden, dass die Bewerber Wilbrandschule und der Gemüsehof Claas den von den Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerken (RWE) gesponserten Betrag in Höhe von 1000 Euro erhalten sollen.

Am Montagnachmittag wurde bekanntgegeben, wie der Betrag aufgeteilt wird. Bürgermeister Jürgen Lohmann und Manfred Rickmann von den RWE überreichten Urkunden. Den ersten Preis in Höhe von 700 Euro erhielt die Wildbrandschule für ihre beispielhafte pädagogische Arbeit. Schulleiterin Claudia Strässer war mit drei Schülern aus der Umwelt-Arbeitsgemeinschaft gekommen. „Wir haben jetzt vor, Filme zum Klimaschutz zu drehen“, verriet Jannis Rose. In Interviews sollen Fragen zum Stromsparen beantwortet oder Tipps zum Umweltschutz gegeben werden. „Ideen haben wir genug und das Geld können wir gut gebrauchen“, bedankte sich die Schulleiterin.

Den zweiten Preis in Höhe von 300 Euro nahm Familie Claas für ihr innovatives Konzept zur energetischen Verwertung von Holz- und Pappabfällen entgegen. „Wir spenden das Geld der Harsewinkeler Familie Meimann“, sagte Petra Claas und drückte der sechsjährigen Amelie für ein Foto die Urkunde in die Hand. Amelie Meimann ist ein fröhliches Mädchen. Es wurde mit einem offenen Rücken geboren und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Durch das starke Engagement der Eltern lernt Amelie mit Hilfe von Prothesen jetzt das Laufen. „Andere Kinder mit dieser Diagnose verdienen auch so eine Chance“, sind Amelies Eltern Melanie und Thomas Meimann überzeugt. Deshalb haben sie sich entschieden, Kinder mit dieser Krankheit aufzunehmen und eine Pflegefamilie zu werden. Dafür muss ihr Haus allerdings noch behindertengerecht umgebaut werden. Ohne finanzielle Unterstützung können die ehemaligen Gemüsehofbesitzer aus Harsewinkel das nicht schaffen. Wer helfen möchte, sollte sich mit der Familie in Verbindung setzen: w 05247/404350.

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