Punktuell soll mehr Wohnbaufläche kommen 
Ein Auszug aus der Karte im Entwurf des Regionalplans: Aufgenommen werden sollte nach Auffassung der Kommune auch eine Anbindung an das neue Gewerbegebiet Flughafen Gütersloh. 

Er ist der übergeordnete Rahmen für die kommunale Planung – und wird derzeit überarbeitet. Bis zum 31. März hatten Städte Gemeinde, Verbände oder auch Bürger Zeit, sich zu Inhalten eines Entwurfs der Bezirksregierung Detmold zu äußern („Die Glocke“ berichtete am 3. März). Inzwischen hat die Gemeindeverwaltung eine Stellungnahme nach Detmold geschickt: Sechs dicht beschriebene Seiten plus diverser Anhänge. 

Ringen um Inhalte 

Um die Inhalte dieses Schreibens wurde intensiv gerungen. Auch vonseiten der Grünen. Sie hatten extra einen Arbeitskreis mit zehn Personen gegründet. Mehrfach hat dieser sich online getroffen und den Entwurf in Augenschein genommen. Grundsätzlich war die hohe Ausweisung von Flächenkontingenten, die sich wesentlich von den seitens der Bezirksregierung Detmold zugestandenen Flächen für Wohnbebauung und Wirtschaft, unterscheiden, ein Reibungspunkt. Letztlich ist innerhalb einer Sondersitzung politisch über Inhalte der kommunalen Stellungnahme entschieden worden. 

Mehr Siedlungsbereiche

Einige Punkte im Überblick: Die Kommune bittet um eine Erweiterung des allgemeinen Siedlungsbereich im Süden von Herzebrock (hinter dem Pöppelkamp). Weiterhin schlägt sie vor, bisher landwirtschaftlich genutzt Flächen nördlich der Bundesstraße neu aufzunehmen und als Bereich für Industrie und Gewerbe auszuweisen. Damit soll den Unternehmen südlich der Bundesstraße Entwicklungspotenzial ermöglicht werden. Wie bereits bei der Vorstellung des Entwurfs angekündigt, soll auch der Ortsteil Clarholz – analog zu Herzebrock – als zentralörtlich bedeutsamer allgemeiner Siedlungsbereich ausgewiesen werden. Denn, so die Kommune, beide Ortsteile verfügen über die wesentlichen Einrichtungen der Infrastruktur sowie der Daseinsvorsorge.

Einordnung Axtbach hinterfragt

 Konform mit einem Vorschlag der Grünen geht die Kommune in puncto Axtbach. Sie hinterfragt, warum das Gewässer sowie seine begleitenden Überschwemmungsgebiete nicht mehr als Bereiche für den Schutz der Natur festgelegt sind, und erwartet eine schlüssige Antwort. Die Aufnahme des Kulturlandschaftsbereichs südlich und westlich des ehemaligen Klosters Clarholz ist als Grundsatz zu prüfen, „sofern hierdurch kein Konflikt mit der Planung der B 64 n geschaffen wird“, heißt es in der Stellungnahme. Ein regionaler Grünzug zwischen den Orten soll nach Auffassung der Kommune nach Westen erweitert werden. Rund um Herzebrock wird zudem um eine Aufnahme festgelegter Waldbereiche als Bereiche zum Schutz der Natur geben – sofern kein Nutzungskonflikt mit dem Begräbniswald besteht.

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