Räuber gesteht brutalen Überfall
Bild: Reinhardt
Auf diesem Hof in Groppel geschah im Dezember 2004 der brutale Raubüberfall.
Bild: Reinhardt

Der heute 29-Jährige stammt aus dem Kosovo und hatte sich offiziell seit 2003 nur wenige Monate in Deutschland aufgehalten. Am 6. Oktober vergangenen Jahres wurde er festgenommen. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Brackwede. Von den Komplizen fehlt bislang jede Spur. Aus Angst vor deren Rache räumte der 29-Jährige am Freitag vor der neunten Strafkammer des Landgerichts alle Vorwürfe gemäß der Anklage ein, wollte ansonsten aber keine weiteren Angaben zu dem Überfall machen oder gar die Namen seiner Kumpane Preis geben. „Ich selbst habe aber niemanden geschlagen“, betonte der 29-Jährige.

Laut Anklage hat sich der Raubüberfall im Dezember 2004 wie folgt abgespielt: Der Angeklagte klingelte gegen 20 Uhr am Wohnhaus der Familie. Als der damals 71-jährige Hausherr öffnet, gab der Fremde an, Kartoffeln kaufen zu wollen. Im selben Moment drückten die maskierten Komplizen die Haustür auf und stürmten in das Gebäude. Es kam zu einer Rangelei mit dem 71-Jährigen. Die Räuber drängten ins Wohnzimmer. Dort befanden sich die Ehefrau und der behinderte Sohn des Herzebrockers im Rollstuhl. Die maskierten Männer bedrohten sowohl die Ehefrau als auch den Sohn mit Pistolen und fragten nach dem Safe der Familie, dessen Existenz der Hausherr leugnete. Die Ganoven begannen daraufhin, auf der Suche nach dem Tresor Bilder von den Wänden zu nehmen, und drohten, die Ehefrau zu erschießen. Schließlich schlug einer der Eindringlinge dem 71-Jährigen einen massiven Messingkerzenständer auf den Kopf. Der führte die Räuber daraufhin zu einer Tasche und händigte ihnen 2000 Euro Bargeld aus. Als die Enkeltochter des Bauern mit ihrem Freund im Auto auf den Hof fuhr, flüchteten die drei Männer.

Der Prozess wird am Freitag, 25. März, ab 9 Uhr forstgesetzt. An diesem Tag sollen auch sämtliche Zeugen vernommen werden.

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