Rat entscheidet über Hallenbad-Logo
Entwurf: Brill
Insgesamt drei Vorschläge des Designbüros Brill standen zur Auswahl. Der Rat hat für das linke Logo gestimmt.
Entwurf: Brill

Wobei letzteres wohl auch nicht ganz stimmte: Denn nachdem die Gemeindeverwaltung dem Betriebsausschuss die drei Varianten aus dem Haus Design Brill vorlegt hatte, wollte die Kommunalpolitik sie zunächst noch einmal in den Fraktionen diskutiert sehen. Das war bis zur Ratssitzung am Mittwochabend auch geschehen.

Letztlich einigte sich das Gremium bei fünf Enthaltungen auf ein Motiv. Mit diesem soll sich das Hallenbad Herzebrock, das nach einer längeren Sanierungsphase vermutlich im Mai wieder öffnet, mit einem zeitgemäßen Auftritt präsentieren. Abgelehnt wurde ein Vorschlag, mit den drei Logos in die Diskussion mit den Bürgern zu gehen. Eine Idee, die CDU-Ratsherr Martin Ewerszumrode vehement unterstütze. Immerhin spreche die Kommunalpolitik oft von Bürgerbeteiligung. „Da sollten wir zur Wiedereröffnung des Bads doch einen Wettbewerb ausloben“, so Ewerszumrode, ohne seine Idee zu konkretisieren.

GAL unterstützt Bürgervotum

Rückendeckung fand er bei Petra Lakebrink (GAL). „Ich finde die Idee sehr gut. Das hat dann auch einen Identifikationswert für die Bürger“, sagte Lakebrink. Die Idee seines Fraktionskollegen sei durchaus zulässig, sagte Bernhard Petermann (CDU). Aber bereits im Betriebsausschuss hätte es eine Fokussierung aller Mitglieder auf den ersten Entwurf gegeben, plädierte er dafür, eine Entscheidung ohne Bürgerbeteiligung zu treffen.

Bürgermeister Marco Diethelm (CDU) fand den Vorschlag Ewerszumrodes ganz sympathisch. Er könne den Gedanken durchaus nachvollziehen, so das Gemeindeoberhaupt. „Bürgerbeteiligung muss nicht immer nur bei den großen Dingen geschehen“, gab er zu bedenken. Hinsichtlich möglicher Kosten, die mit einer solchen Beteiligung der Bürger für ein Logo verbunden gewesen wären, wiegelte er ab: „Wir sind eine Kommune, die sich zwei Hallenbäder für 900 000 Euro Zuschuss im Jahr leistet.“

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