Raum für Fußgänger an  Industriestraße
Bild: Schäfer
Unangetastet soll im Zuge der Erneuerung Industriestraße der Bereich des Bahnübergangs bleiben. Er wurde erst vor kurzem instand gesetzt. Wesentliches Merkmal des geplanten Ausbaus ist die beidseitige, durchgängige Anlage eines Geh- und Radwegs.
Bild: Schäfer

Eine weitere folgt in diesem Jahr: 335 000 Euro sind im Haushaltsentwurf für eine Erneuerung der Industriestraße, die die Möhlerstraße und die Bundesstraße 64 verbindet, bereit gestellt. Der Ausbau soll in Verbindung mit notwendigen Kanalarbeiten erfolgen. Die konkrete Planung stellt Diplom-Ingenieur Dieter Holzhauer am Montagabend im Bau- und Umweltausschuss vor. Eingestuft als Gewerbestraße, soll im Querschnitt ein Begegnungsverkehr von zwei Lastwagen bei eine Fahrbahnbreite von sechs Metern erhalten werden. Links und rechts sind Geh- und Radwege mit jeweils 1,55 Meter Breite eingeplant. „Wir haben bewusst Hochbordsteine vorgesehen, um Fußgänger stärker zu schützen“, sagte Holzhauer.

Neu ist die durchgängige Führung des Gehwegs auf beiden Seiten. Aktuell sind diese insbesondere im Einmündungsbereich zur Möhlerstraße nur abschnittsweise vorhanden. „Der erst vor kurzem überarbeitete Bereich am Bahnübergang sollte so erhalten bleiben“, so der Planer. Lediglich Anpassungsarbeiten sind dort geplant. Nicht angepackt werden die Standorte der Straßenlampen, die Holzhauer als in Ordnung befand.

Verhandlungen der Gemeinde

Bevor es an die konkrete Ausbauplanung geht, muss die Gemeinde in Verkaufsverhandlungen mit einigen Anliegern treten: Denn an der Industriestraße sind teilweise kleine Streifen öffentlicher Flächen von Anliegern überbaut, teilweise aber private Flächen im Zuge des Straßenbaus genutzt worden. Die einzelnen Areale sind zwischen 15 und 53 Quadratmetern groß und sollen nach dem Beschluss des Fachausschusses jetzt Teil von Verkaufsverhandlungen zwischen Gemeinde und Grundstückseigentümern werden.

Und falls der Grunderwerb nicht gelingt? „Dann wird es beispielsweise von der Möhlerstraße aus eine Engstelle über 35 Meter geben, an der die Fahrbahn dann nur 4,50 Meter breit ist“, hatte Holzhauer auch für diesen Fall einen Plan parat.

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