Realschüler werben für Europäische Union
Bild: Reinhardt
Jan Schlüter erläutert ein EU-Werbeplakat, für das seine Mitschülerin Jennifer Schmidt einen Baum gemalt hat.
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„Wie läuft der Beitritt eines Landes in die Europäische Union ab?“ Dieser Frage sind die Schüler der Klasse 9 c nachgegangen und haben das komplizierte Verfahren mit den Beitrittsvoraussetzungen, den rechtlichen Auflagen und den Kopenhagener Kriterien an Schautafeln detailliert erläutert.

Die Klasse 9 a hat Werbeplakate erstellt, um für den Beitritt weiterer Länder in die Gemeinschaft zu werben. „Wir wollten einen Beitritt neuer Länder als Chance für die EU zeigen“, erläutert dazu Fachlehrer Benjamin Huth, der in den neunten Klassen Erdkunde und Politik unterrichtet und für den EU-Projekttag fächer- und klassenübergreifend mit seinen Schülern gearbeitet hat.

In einer Umfrage unter 160 Realschülern hat die Klasse 9 c außerdem ermittelt, ob nach Meinung der Jugendlichen die EU erweitert werden sollte, wenn ja, um welche Staaten, und wer die Entscheidungen dazu treffen sollte. 45 Prozent der Befragten sprachen sich für die Erweiterung aus. Als neue Länder in der Gemeinschaft wurden unter anderem Kroatien (28 Prozent), Island (21 Prozent) und Türkei (10 Prozent) gesehen. 58 Prozent der Schüler möchten, dass die Bürger über den Beitritt entscheiden dürfen.

Die Klasse 9 b stellte an weiteren Schautafeln neun Länder vor, die sich auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft befinden. Dabei unterschieden die Jugendlichen zwischen Beitrittsländern – derzeit nur Kroatien –, Kandidatenländern und potenziellen Kandidatenländern.

Schulleiterin Kornelia Wilken-Klocke war beeindruckt: „Das habt ihr toll gemacht“, lobte die Rektorin. Die Neuntklässler sollen jetzt auch noch die Zehnt- und die Achtklässler durch ihre Ausstellung führen.

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