Regenwasser fließt jetzt unterirdisch ab
Bild: Reinhardt
Unter diesem Teil des Rathausparkplatzes am Postweg soll das Rigolensystem mit einem Tank angelegt werden.
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Dafür hat sich der Betriebsausschuss einstimmig ausgesprochen. Notwendig wird dieses Entwässerungssystem, weil auf dem Gelände der abgerissenen Villa Steinau ein großer Gebäudekomplex mit gepflasterten Flächen entstehen soll. Dort wird eine Pflegeeinrichtung mit 24 Wohneinheiten gebaut („Die Glocke“ berichtete“). Das bestehende Entwässerungssystem im Bereich Blumenstraße kann aber kein weiteres Regenwasser mehr aufnehmen.

In den vergangenen Monaten war das Thema im Betriebsausschuss mehrfach diskutiert worden. Die Mitglieder suchten nach verschiedenen Entwässerungsmöglichkeiten. Zur Diskussion standen: das Rigolen-System mit einem Tank (Kosten 235 410 Euro), ein Rigolen-System mit einer Steinschüttung (Kosten 202 655 Euro), ein Regenrückhaltebecken am Rathaus (Kosten 163 397 Euro) und ein Regenrückhaltebecken in der Kleinen Putz (Kosten mehr als 450 000 Euro). Die letzte Variante hatte der Betriebsausschuss zuletzt noch einmal überprüfen lassen. Das Ergebnis: Der Regenwasserkanal im Postweg, im Weißen Venn und in der Kleinen Putz ist nicht ausreichend und müsste vergrößert werden. Allein dafür müssten mindestens 200 000 Euro investiert werden. Außerdem müsste das Regenrückhaltebecken in der Putz dann für die gesamte Menge des Kanals ausgelegt, also sehr groß werden. „Diese Kosten sind ein Schock“, resümierte der Ausschussvorsitzende Bernhard Petermann.

Um sich den Platz am Rathaus nicht mit einem Regenrückhaltebecken zu verbauen – die Möglichkeit das Gebäude zu erweitern, wäre dann praktisch ausgeschlossen –, sprach sich der Ausschuss für die Rigolen-Lösung aus. Der Tank, der unter dem östlichen Bereich des Parkplatzes am Postweg angelegt werden soll, benötigt eine Fläche von 150 Quadratmetern. Für die Steinschüttung wären 440 Quadratmeter notwendig gewesen.

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