Sänger schicken Liebesgrüße aus Moskau
Bild: Wöstheinrich
In der Musikauswahl abwechslungsreich präsentierte sich das Konzert, zu dem der Craemer-Chor am frühen Sonntagabend geladen hatte. Der Erlös fließt unter anderem in die Erforschung von ALS, einer Erkrankung des Nervensystems.
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Und damit eine Zugabe eingefordert. Die wurde mit der Wiederholung des Marschlieds „Ach, die Weiber“ aus der Operette „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár geliefert. Josef Wöstmann trat als Tenorsolist hervor, der seinen Vortrag mimisch und mit Gesten unterstrich. Humoristische Zwischenrufe aus dem Chor bereicherten das Spiel und zeigten, mit wieviel Freude die Sänger bei der Sache waren. Unterstützt wurden sie dabei von Heiner Breitenströter am Flügel und dem professionellen Salonorchester Münster. Die Gesamtleitung lag bei Chorleiterin Christiane Peters.

Hintergrund

Der Erlös des Konzerts soll zu einem späteren Zeitpunkt an Martina Neubauer übergeben werden. Sie ist Vorsitzende des Vereins „Chance zum Leben- ALS“ sowie an die ALS-Forschung übergeben werden. ALS steht für Amyotrophe Lateralsklerose, eine bislang unheilbare, degenerative Erkrankung des zentralen und peripheren Nervensystems.

Das Programm spiegelte das in den vergangenen drei Jahren aufgefrischte Repertoire des Chors. Es wartete besonders im zweiten Teil mit modernen Choradaptionen von Bands, Liedermachern und Schlagersängern auf. Dazu zählten Interpretationen von „Über sieben Brücken musst Du gehen“ (Karat, Peter Maffay), „Über den Wolken“ (Reinhard Mey) oder „Ein graues Haar“ (Pur). Bei der Moderation warfen sich Christiane Peters und Chorsprecher Josef Wöstmann humorvoll gegenseitig die Bälle zu, informierten dabei über die Entstehungsgeschichte der Stücke wie „Der Weg“ (Herbert Grönemeyer) oder zitierten Anekdoten wie beim Donauwalzer, mit dem der erste Programmteil endete.

Ouvertüre aus Carmen

Das Salonorchester Münster bildete mit der Ouvertüre aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet den schwungvollen Auftakt in das abwechslungsreiche Programm. Über den ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms, den „Walzer Nr. 2“ von Dmitri Schostakowitsch, „America“ aus dem Musical Westside Story von Leonard Bernstein spannte sich der musikalische Orchesterbogen bis zur Filmmusik. Dazu zählte im ersten Teil ein Medley aus der „Goldenen Tonfilmzeit“ und im zweiten Teil eine James-Bond-Trilogie.

Neben dem 007-Titelthema zitierten die einzelnen Instrumentalisten – Freya Deiting (Bild, Geige), Raisa Ulumbekova (Violine), Bronislaw Madziar (Violoncello), Matthias Bernsmann (Kontrabass), Andreas Klomfaß und Matthias Sauerland (Klarinette), Christian Niggemann (Posaune), Christoph Homann (Trompete), Gereon Kleinhubbert (Querflöte) und Oliver Haug (Flügel) – dabei die Filme „Skyfall“ und „Liebesgrüße aus Moskau“. Mit Udo-Jürgens-Hits beendeten der Craemer-Chor und das Salonorchester das Programm mit der Forderung „Aber bitte mit Sahne“.

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