Schulkooperation mit Beelen abgelehnt  
Bild: Reinhardt
Das Von-Zumbusch-Schulzentrum in Herzebrock kooperiert vorerst nicht mit Beelen.
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Stattdessen sollen die Herzebrocker Haupt- und Realschule ein Konzept für die Zukunft erarbeiten und Eckpunkte bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport, Kultur und Städtepartnerschaften vorstellen. „Die Schulen haben bereits einen gemeinsamen Fahrplan“, sagte die Rektorin der Hauptschule, Gudrun Mackensen. „Es besteht große Einigkeit, welche Schulform die richtige für Herzebrock-Clarholz ist“, so die Schulleiterin. Derzeit arbeiten beide Schulen noch getrennt an Konzepten. Bis Mai soll sich dann eine Arbeitsgruppe mit jeweils vier Lehrern jeder Schule bilden, die einen gemeinsamen Entwurf präsentieren. Danach wünsche man sich auch Unterstützung der Verwaltung und der Politik, betonte Gudrun Mackensen.

Den Zeitpunkt für eine Kooperation mit der Beelener Schule, die gemeinsam mit einem starken Partner eine Gemeinschaftsschule bilden möchte, sahen alle Fraktionen als zu früh an. „Wir müssen selbst erst ein Konzept haben“, sagte CDU-Ratsherr Heinz Jakobsmeier. „Uns fehlt noch einiges. Wir sind erst am Anfang einer Diskussion.“ „Der Informationsbedarf ist einfach noch zu groß“, fand auch der Ausschussvorsitzende und FDP-Fraktionsvorsitzende Hendrik Menzefricke-Koitz. Er verwies auf die vielen verschiedenen Schulmodelle.

„Die Türen sind ja nicht für immer zu“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Jostkleigrewe-Vielstädte in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Nachbarkommune. Sie regte an, ebenso wie Beelen, auch „Berater von außen“ in die Diskussion einzubeziehen. Petra Lakebrink (GAL) plädierte dafür, nicht zu viel Zeit verstreichen zu lassen. „Wir sollten alle frühzeitig zusammenarbeiten“, sagte die Ratsfrau. „Den ersten Schritt sollten die Schulen aber allein machen“, hielt Bürgermeister Jürgen Lohmann dagegen.

Man solle auch weiterhin „über den Gartenzaun gucken und im Auge behalten, was Beelen macht“, sagte SPD-Ratsfrau Gabriele Wiethoff. Wichtig für Herzebrock-Clarholz sei es aber vor allem, das Schulzentrum zu erhalten.

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