Schulsozialarbeit bis 2017 gesichert
Archivbild: Scheffler
Anfang September 2014 wurde ein neuer Schulsozialarbeiter in Herzebrock-Clarholz begrüßt: (v. l.) die Rektorin der Von-Zumbusch-Gesamtschule, Sabine Hengstenberg, der neue Mitarbeiter Carsten Saadhoff und seine Kollegin Anna Mertensotto sowie Bürgermeister Jürgen Lohmann.
Archivbild: Scheffler

Die sechs Schulsozialarbeiter werden die bislang überwiegend von der Gemeinde finanziert. Bei allen Beteiligten – Schulen, Eltern und Schülern – besteht Einigkeit, dass die Schulsozialarbeit unverzichtbar ist. Bis Ende 2013 hatte der Bund die 1500 Sozialarbeiter bezahlt. Sie waren Teil des Bildungs- und Teilhabepakets. Anfang 2014 war die Finanzierung ausgelaufen. Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz hatte daraufhin die Finanzierung der Stellen übernommen. Alle Parteien waren sich der Bedeutsamkeit der Arbeit bewusst.

Seit 2011 beschäftigt das Thema Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets die Öffentlichkeit. Bis heute streiten Bund und Land kontrovers darüber, wer letztendlich für die Finanzierung zuständig ist. Die anhaltende Diskussion und die Forderung der Kommunen, die Weiterführung der Schulsozialarbeit zu finanzieren, hatten Ende vergangenen Jahres zu der vom Land zugesagten befristeten Förderung geführt. Nordrhein-Westfalen strebt aber weiterhin eine Finanzierung der Schulsozialarbeit durch den Bund an. „Wir können und wollen keine neue Daueraufgabe schaffen“, sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Der Bund ist „in der Pflicht“, für Schulsozialarbeiter aufzukommen. „Es ist eine soziale Aufgabe, keine, die mit Bildung zu tun hat“, so die Ministerpräsidentin. Wie Hannelore Kraft betonte, habe die Landesregierung bis zuletzt verhandelt, Berlin habe sich aber geweigert, die Finanzierung weiterzuführen.

Das Land will in den Jahren 2015 bis 2017 jeweils zirka 67,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das entspricht einer landesdurchschnittlichen Förderung von 70 Prozent. Der kommunale Eigenanteil soll je nach finanzieller Leistungsfähigkeit der Kommunen zwischen 20 und 50 Prozent liegen. „Auf den Kreis Gütersloh entfallen etwa 440 000 Euro Fördermittel“, teilte der Leiter des Fachbereichs Schule, Sport, Kultur, Familie, Soziales und Ordnung, Wilhelm Towara, in einer Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport, Kultur und Städtepartnerschaften mit.

Mit Frank Börgerding, Jessica Korte, Anna Mertensotto, Melanie Petz, Cetin Polat und Carsten Saadhoff sind derzeit sechs Schulsozialarbeiter an den Herzebrock-Clarholzer Schulen aktiv. Die notwendigen Sachkosten werden durch die Gemeinde aus dem Etat der jeweiligen Schule finanziert.

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