Skateranlage ist wieder geöffnet

Vielmehr andersherum: Bei einem Wettbewerb in Warendorf vor wenigen Wochen, hat Füchtenhans in seiner Gruppe noch Platz 1 belegt. Der Herzebrock-Clarholzer gehörte zu den vielen Besuchern, die sich Samstagmorgen zur Wiedereröffnung der Anlage zwischen Schulzentrum und Hallenbad eingefunden hatten.

Bürgermeister Jürgen Lohmann, Verwaltung, Politik und natürlich etliche BMX-Fahrer, Skater und Skateboarder waren mit von der Partie. Lohmann hieß alle willkommen.

„1999 wurde die erste Anlage hier in Betrieb genommen“, so das Gemeindeoberhaupt. Damals noch überwiegend aus Holzelementen gebaut, folgten in den Jahren wiederholte Reparaturarbeiten. Bis im Juli vergangenen Jahres die Anlage endgültig stillgelegt werden musste: Zu groß waren damals Fäulnis und Pilzbefall insbesondere an der Unterkonstruktion.

Die Politik gab grünes Licht für einen Wiederaufbau. Eine Projektgruppe, in der die Nutzer der Anlage sowie die Schulen eingebunden waren, wurde gegründet. Insbesondere dort war auch Daniel Füchtenhans aktiv. Die Mitglieder erhielten übrigens ein Dankeschön in Form von Finger-Boards von der Gemeinde. Im Prinzip sprachen sich die Aktiven für einen Wiederaufbau in bisheriger Form aus, die allerdings mit Betonelementen erfolgte. „In der Hoffnung, dass das länger hält“, betonte Lohmann. Rund 42 000 Euro hat die Anlage gekostet.

Leider sei dann ein kleiner, aber wichtiger Schritt vergessen worden, so der Bürgermeister. Nämlich die Aufnahme der Mittel in den Haushaltsplan. Jetzt wurde überlegt, den Betrag auf zwei Jahre zu splitten, was unter anderem zu Mehrkosten und ersten Einschränkungen bei der Anzahl der Elemente geführt hätte. Glücklicherweise sprang eine Herzebrock-Clarholzerin in die Bresche: Sie spendete projektbezogen 20 000 Euro.

„Dank dieser Förderung konnte die Anlage genau ein Jahr nach ihrem Abbau wieder komplett aufgebaut werden“, resümierte Jürgen Lohmann am Samstagmorgen mit Blick auf die Spenderin, die die Wiedereröffnung interessiert verfolgte. Ihr war auch der Anerkennung der jungen Nutzer sicher, die sich – ebenso wie die Gemeinde – mit Blumen und herzlichen Worten aufrichtig bedankten.

Was genau auf der Quarter-Pipe, auf Bank und Curb passiert, erläuterte Skater Daniel Grot- husheidkamp den interessiert zuhörenden und -sehenden Gästen. Demnächst kommt noch ein Element namens Rail dazu. Es wird aktuell vom Bauhof instand gesetzt. Es blieb natürlich nicht bei der Theorie, sondern alle Skater zeigten, was ihre Leidenschaft ist. Vom einfachen Ollie bis zum Kickflip war einiges dabei und versetzte die Zuschauer durchaus in Erstaunen.

 Einzig eine Halfpipe würde jetzt noch fehlen. Für deren Realisierung hoffen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf weitere Sponsoren.

Dafür, dass bei den auch ohne Sport schweißtreibenden Temperaturen niemand auf dem Trockenen saß, hatte Ortsvorsteher Heinz Falkenreck gesorgt. Er spendierte die Bewirtung zur Einweihung.

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