Spielmannszug begeistert 300 Besucher
Bild: Borgelt
Der Spielmannszug der Schützenbruderschaft St. Hubertus Clarholz-Heerde gab in der Aula der Clarholzer Wilbrandschule einen Überblick über sein Repertoire und den Leistungsstand der Musiker.
Bild: Borgelt

 Es war das dritte Konzert des Klangkörpers. Das zweite gestaltete er vor sechs Jahren. „Ein viertes wird folgen“, versprach Tobias Ortkras, Vorsitzender der Schützenbruderschaft. Vor etwa 450 Tagen hatte Peter Kersting, Dirigent des Spielmannszugs, die Idee zu dem Konzert. Als er vor zwei Jahren die Leitung übernahm, trafen zwei Welten aufeinander. Was sich aus der Zusammenarbeit entwickelte, konnten die Gäste am Sonntagabend genießen.

„Der Spielmannszug wurde 1924 gegründet, zeitgleich mit der Bruderschaft“, sagte der Ortsvorsteher Franz-Josef Tegelkamp. Im Wechsel mit Hermann Hartmann, ehemals aktives Mitglied im Spielmannszug und Brudermeister, kündigte er die Werke an. Im Ortsteil Clarholz bereichere der Spielmannszug jede öffentliche Veranstaltung und weitere in der Umgebung. „Die Musiker können auch von jedermann gebucht werden“, sagte der Ortsvorsteher.

Der Klangkörper zählt 37 aktive Musiker. Sie proben mittwochs ab 19.30 Uhr im Schützenheim. Jugendliche werden einzeln und kostenfrei ausgebildet. Eine Spendensammlung und Erlöse aus dem Verkauf von Getränken kommen den jungen Leuten zugute.

Der erste Teil des Konzerts bestand aus traditionellen Märschen, der zweite aus Schlagern, Rock- und Popmusik, teilweise von Peter Kersting umgeschrieben für den Spielmannszug. Dabei wussten die meist jungen Musikerinnen und Musiker Stimmungshits wie „Schatzi, schenk mir ein Foto“ von Micki Krause, „Noch in 100 000 Jahren“ von DJ Ötzi oder „Highway to Hell“ von der australischen Hard-Rock-Band AC/DC genauso zu spielen wie ein Medley aus den bekanntesten Titeln von Helene Fischer.

Mit dem Petersburger Marsch hatte die musikalische Reise begonnen. Weiter führte sie in die österreichisch Hauptstadt mit dem im Jahr 1886 komponierten Marsch „Wien bleibt Wien“ und dem auch aus diesem Land stammenden „Deutschmeisterregimentsmarsch“. Er entstand im Jahr 1843, gehört zum Standardrepertoire vieler Kapellen und Regimenter und war einen kräftigen Applaus wert. Auch den Standardpräsentiermarsch der Bundeswehr, den Holländischen Ehrenmarsch, wussten die Musiker sauber zu spielen. Präsentiermärsche sind nicht zum Marschieren, sondern zum Präsentieren geeignet. Zu den weiteren Titeln zählten der Marsch der finnländischen Reiterei, der Revue-Marsch, der San Angelo Marsch, der Colonel Bogey, 1957 bekanntgeworden durch den Film „Die Brücke am Kwai“ und - in d

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