Stefan Tegelkamp wird König in Heerde
Bild: Schäfer
Stefan Tegelkamp hält jubelnd die Reste des Adlers in die Höhe.
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Im Wettstreit mit den Aspiranten Lars Rugge, Dirk Holtkamp und zuletzt auch Dirk Ortkras setzte der neue König dem Adler so mächtig zu, dass er ins Trudeln geriet und reichlich Holzspäne fliegen ließ.

Seit 13 Jahren gehört der 35-jährige Regent der Bruderschaft an, vier Jahre war er im Vorstand aktiv und ist an zahlreichen Stellen engagiert. Der IT-Fachmann, angestellt bei Nobilia Küchen in Verl, ist Vater eines Kindes und wohnt im benachbarten Lette. An seiner Seite wird Königin Nina Tegelkamp regieren. Zum Hofstaat gehören Dirk und Diana Ortkras, Melanie und Lars Rugge, Andreas und Miriam Kintrup sowie Stefan Plauschinn und Kathrin Kintrup.

Die Heerder Grünröcke haben es wirklich spannend gemacht. Und es ging zügig los: Bereits mit dem achten Schuss sicherte sich Martin Horstkötter die Krone, Mario Westermann schoss den Apfel herunter, sein Bruder Timo Westermann das Zepter. Erst nach mehr als 300 Schuss lichteten sich die Reihen unter dem Vogelfang. Allerdings nur, um den tatsächlichen Bewerbern um die Königswürde Platz zu geben: Mit dabei waren in den letzten Minuten noch Lars Rugge als stellvertretender Brudermeister, Dirk Ortkras und Dirk Holtkamp.

Finale ohne Damen

Nachdem die Schießmeister die Schusszahl auf jeweils drei reduziert hatten, folgte der stetige Wechsel am Gewehr. Das war zwischenzeitlich heiß gelaufen, so dass eine kurze Pause zur Abkühlung festgesetzt wurde. Und da der stellvertretende Brudermeister Lars Rugge – sonst Moderator des Königsschießens – selbst anlegte, hatte Martin Grundmann das Mikro übernommen und kommentierte das Treiben unter dem Vogelfang.

„Wo sind die Damen?“, suchte er die weiblichen Grünröcke in der heißen Phase vergebens. Dabei hätten sie doch in diesem Jahr erstmals die Chance gehabt, selbst auf den Holzadler zu feuern. Und als sei die Königswürde nicht genug, konnte sich Stefan Tegelkamp am Nachmittag noch über eine besondere Auszeichnung freuen. Für seinen vorbildlichen Einsatz für die Bruderschaft erhielt der 35-Jährige das Silberne Verdienstkreuz. Da stand einer ausgelassenen Feier mit den auswärtigen Vereinen am Abend nichts mehr im Wege.

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