Straßenverkehrsamt lehnt Tempolimit ab

Vorausgegangen war Anfang vergangenen Jahres der Antrag eines Bürgers, auf der Marienfelder Straße ab Hausnummer 97 bis zur Heerder Straße Tempo 70 einzurichten. Seitens der CDU folgte der Antrag, auch auf dem Storksweg eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzurichten. Derzeit gilt auf beiden Straßen Tempo 100.

Vermeidung eines Schilderwalds

In Sachen Marienfelder Straße hatte der Ausschuss den Antrag im Mai 2018 noch erweitert: Bis nach Marienfeld sollte das Tempolimit erfolgen. Ein entsprechender Antrag wurde beim Straßenverkehrsamt des Kreises gestellt – und abgelehnt. In einem Schreiben vom November nimmt die Behörde ausführlich Stellung. Sie verweist darauf, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur dann ausgesprochen werden könne, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage bestehe, „die das Risiko einer Beeinträchtigung der Sicherheit und Ordnung des Verkehrs erheblich übersteigt“. Hintergrund sei die Vermeidung eines Schilderwalds.

Zudem führte sie die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer an: Sie seien verpflichtet, ihr Tempo den Straßen-, Verkehrs-, Sicht und Wetterverhältnissen sowie auch den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Daher dürfe nicht zwangsläufig 100 gefahren werden.

Kein Unfallschwerpunkt

„Die Unfalllage auf der Marienfelder Straße rechtfertigt die Anordnung einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit nicht“, heißt es weiter. Die Behörde erinnert auch an den Radweg entlang Straße, der zur Verkehrssicherheit beitrage. Erneuern will das Straßenverkehrsamt aber die Fahrbahnmarkierungen, die nicht in einem „optimalen Zustand“ seien.

Mit Blick auf den Storksweg nennt das Amt Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung. Danach liege die durchschnittliche Geschwindigkeit bei rund 81 Kilometern in der Stunde. Nach Rücksprache mit der Kreispolizeibehörde sei auch die Unfalllage auf dem Storksweg unauffällig. In der Regel handele es sich um Wildunfälle, die rückläufig seien.

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