Tartanbahn kostet 365 000 Euro 
Tartan statt Asche: Ob die in die Jahre gekommene 400-Meter-Aschenbahn des Herzebrocker Waldstadions noch in diesem Jahr saniert und zu einer Kunststoffbahn - wie hier im Bild - umgebaut wird, entscheidet der Gemeinderat am Mittwoch.

„Wenn wir es vernünftig machen wollen, müssen wir das Geld in die Hand nehmen“, sagte Heinz-Dieter Wette. Der Kämmerer erläuterte bei der Ausschusssitzung wie sich die 365 000 Euro im Einzelnen zusammensetzen. Eine 400-Meter-Tartanbahn mittlerer Qualität schlage mit der Entsorgung der alten Asche sowie einer Drainage und Anschluss an die Entwässerung mit 285 000 Euro brutto zu Buch. Bei einfacher Qualität könnten 35 000 Euro gespart werden.

Zudem soll eines der beiden Halbkreissegmente zwischen Rasenfläche und Laufbahn ebenfalls eine Tartanoberfläche erhalten. Diese Fläche mache laut Heinz-Dieter Wette die Hälfte der Laufbahn aus und würde zusätzlich 72 000 Euro brutto kosten. Dafür solle auf der gegenüberliegen Seite des Sportplatzes Rasen angesät werden. Das sei kostengünstig möglich, so der Kämmerer.

„Ich habe Bauchschmerzen bei diesen hohen Summen“, sagte Markus Mersmann. Der CDU-Ratsherr verwies unter anderem auf die Mensa, die für die neue Gesamtschule gebaut werden muss. Die Kosten dafür würden allerdings frühestens im kommenden Jahr zu Buch schlagen. „Die Mensa wird dieses Jahr geplant, 2013 gebaut und danach kommen die Rechnungen“, sagte dazu Kämmerer Heinz-Dieter Wette und ergänzte: „Das Haushaltsjahr 2011 war sehr gut, 2012 ist noch halbwegs gut. In zwei, drei Jahren werden wir das Geld nicht haben.“ Aufschieben sei also keine gute Idee. „Im Waldstadion ist kein vernünftiger Sport mehr möglich. Wir sollten die Sanierung dieses Jahr in Angriff nehmen“, fand auch Jutta Jostkleigrewe-Vielstädte (UWG).

Der Ausschuss folgte schließlich dem Vorschlag von CDU-Ratsherr Heinz Jakobsmeier, dass die jährliche Sportpauschale des Landes in Höhe von 43 000 Euro in den Folgejahren für das Waldstadion verwendet werden soll. In diesem Zusammenhang betonte Bürgermeister Jürgen Lohmann, dass man den Sportplatz als Schulsportanlage sehen müsse, auch wenn der Herzebrocker Sportverein mit seinem Antrag den Anstoß für den Ausbau gegeben habe.

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